Hier werden Kohlscheider Begriffe erläutert.
Manchmal sind es knappe Informationen, Auszüge aus Literatur, Geschichten und Anekdoten von Zeitzeugen. Auf dem Lexikon bieten wir Happen, die Appetit machen mehr über unseren Ort, seine Traditionen, seine Menschen und sein Umfeld wissen und verstehen zu wollen. Weil Kohlscheid eng mit dem Bergbau verbunden ist, wurden natürlich auch Ausdrücke aus diesem Lebensbereich eingebunden.
Dieses Lexikon wäre nicht zustande gekommen, gäbe es nicht die vielen Darstellungen früherer und gegenwärtiger Heimatforscher und Journalisten. Und weil dieses Lexikon bei Alteigesessenen sowohl als auch bei Neu-Kohlscheidern viel Interesse findet, ist das Kohlscheid-Lexikon nötig. Es ist ein Hilfsmittel für Schüler, interessierte Laien und aktuell arbeitende Heimatforscher.
Diese Liste wird ständig komplettiert. Wenn Sie an Begriffe denken, die hierhin gehören, oder wenn Sie Einträge berichtigen oder ergänzen möchten, dann kontaktieren Sie uns bitte.
Manchmal sind es knappe Informationen, Auszüge aus Literatur, Geschichten und Anekdoten von Zeitzeugen. Auf dem Lexikon bieten wir Happen, die Appetit machen mehr über unseren Ort, seine Traditionen, seine Menschen und sein Umfeld wissen und verstehen zu wollen. Weil Kohlscheid eng mit dem Bergbau verbunden ist, wurden natürlich auch Ausdrücke aus diesem Lebensbereich eingebunden.
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Für solche Anregungen sind wir sehr dankbar. Schön wäre, wenn Sie selbst zu neuen Begriffen auch passende Erläuterungen schreiben.
Herzlichen Dank
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Halde, Bergehalde, Kohlenmagazin |
Hankepank, Grube in Forstheide = Vorscheid |
Hankepank, Name eines Bergwerks (= Neulangenberg) |
Hasenwald; Noch gebräuchliche Ortsbezeichnung; bezeichnet das Gebiet neben Berensberg; gegenüber der Abzweigung Landgraben/ Ferberberg |
Hauptgewerke, *Gewerke mit den meisten Anteilen |
Haus Heyden --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Hebbusch, Name eines Bergwerks, auch für Kämpchen |
Heimat Gedanken zu Heimat: Von den Römern überliefert: „Turpe est in patria vivere et patriam ignorare“. Frei übersetzt: „Es ist eine Schande, in deAr Heimat zu leben und sie nicht zu kennen“. Weiterlesen hier: https://www.maasvoll.de/themen/heimat/ |
Heimatverein Der Heimatverein Kohlscheid wurde 1932 gegründet. Seither befasst er sich mit Heimatgeschichte.http://www.heimatverein-kohlscheid.de/index.html |
Herrenkull,
Grube in Pannesheide |
Heyden; Haus Heyden, Herrschaft Heyden, Heydener LändchenAusführlicher Bericht über Haus Heyden:https://geschichtsfreunde-kohlscheid.de/vorgeschichte-kohlscheid/ |
Heydener Ländchen, *Kohlelandäuche |
Hof / Domäne Vest, Pannesheide |
Hof / Gut Wolf, Pannesheide ausführlicher Bericht |
Hof Franzen, Pannesheide ausführlicher Bericht |
Hof Krichel / Bourhof, Amstelbachstraße 13, Bank ausführlicher Bericht |
Hof Spelthahn Pöttgens, Nordstraße ausführlicher Bericht |
Honk, *Hund |
Honksbragg, Längswand eines *Hundes |
Hotzfront, Grube in Rumpen |
Hund, Schleifkorb auf Kufen, Förder wagen |
I
in Fristen liegen, nicht bearbeitet werden |
ins Freie fallen, verfügbar werdendes Feld mit der Möglichkeit zur Neukonzessionierung, nachdem es ein Jahr und sechs Wochen nicht bearbeitet wurde insgemein, sonstiges Interessent, *Gewerke |
J
Jedecks, mit Lehm gemischtes Kohlengrieß, diente als Hausbrand und zum Abdecken des Feuers, auch Decksei |
Jölemander, Guldenmänner; Bergleute und Handwerker, die wegen der Löhnung in Gulden während des Ruhrkampfes und der Inflation auf niederländischen Gruben arbeiteten |
Josko, Marmeladenfabrik Nordstraße ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Jratias, Totenmahl, erstes Wort des Tischgebetes |
Jress, *Grußkohle |
Jugenderinnerungen eines 70jährigen Autor: Schroiff, Lambert, geb 26.10,1853 als Sohn der Eheleute Mathias Joseph Schroiff und Sibilla Horbach. |
Jünger, Antonia , Tochter aus einer Landwirtschafts-Familie in Hasenwald, sie schrieb das Tagebuch: „ Das schlimme Jahr 1944“. Das Tagebuch gelangte in das Archiv des Heimatvereins Kohlscheid. Nach einigen Auf- und Vorbereitung erteilte 2022 Ihr Neffe Peter Jünger im Namen der Familie dem HV Ko und den Geschichtsfreunden- Kohlscheid die Genehmigung das Tagebuch zu verwenden, verwerten und zu veröffentlichen. |
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Markt Der Markt der zentrale Treffpunkt für die Kohlscheider um ihre Angelegenheiten aus zu tauschen. Der Köhlerhof, die Kirche, die Geschäfte, die sechs Gaststätten rund um den Markt, letztlich auch der große Platz und früher der Kappellepoel, hier wurde und wird gespielt, gefeiert und sich getroffen. Der Markt ist der höchste Punkt in Kohlscheid. Von hier aus geht es in allen Richtungen abwärts.
Michel, Johann, Jakob, Pfarrer in Kohlscheid ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Mit, Mitchen,Henkelmann
Mitteluersfeld Noch gebräuchliche Ortsbezeichnung; bezeichnet das Gebiet heute Gärtnerei Blütenreich
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Scheffel, altes Hohlmaß (50 - 222 1) |
Scheid Ursprünglicher Name für die Siedlung um den Markt herum. Der Name taucht in diversen Beschreibungen und Karten in Variationen auf. Dr. Scheed - alte Bezeichnung für die Siedlung um den Markt herum. Nordstraße bis zur Kreutzstraße, Südstraße bis zum Dreieck, Weststraße bis zu Apotheke/ Bahn, Oststraße bis Baggensplatz. |
Schick, Kautabak |
Schilling, Münze (= 9 Aachener *Märk = 10 *Stüber = 0,1 *Conventionstaler) |
Schlammpitt, Fuhrmann, der *Schlamm ans Haus liefert |
Schl
Schlammweiher, Weiher zur Ablagerung des aus der Wäsche herrührenden *Schlammes, im Bereich der Bergehalde an der Weiherstraße gelegen |
schletze, herstellen von Schlitzen an den *Stößen nach Anbringung des Schrams (*Schrohm) |
Schlittenhund, *Hund auf Kufen von unterschiedlicher Größe; kleiner: 2-3 Zentner Inhalt, großer: 9 Zentner Inhalt |
Schloß / Hof Berensberg |
Schniehammer, Kreuzhacke |
Scho
Schopp, Schaufel Schöpper, Schaufler |
Schöpplauch, Verkaufsstelle für Detaildebit in Kohle |
Schrohm, Schram, Einschnitt im Flöz, der parallel zum fangenden und fegenden verläuft schrämen, einen Schram herrichten |
Schroiff, Lambert geb 26.10,1853 als Sohn der Eheleute Mathias Joseph Schroiff und Sibilla Horbach. Autor der „Jugenderinnerungen eines 70jährigen“ |
Schroiff, Restauration - Gaststätte, Südstraße |
Schürf, Abbaustelle |
Schüttelrutsche, Fördereinrichtung, die unter Ausnützung der Trägheit des Fördergutes durch langsames Hin- und schnelles Zurückbewegen der Rutsche das Fördergut auch über geringe Steigungen hinweg fördert |
Schützenheide Noch gebräuchliche Ortsbezeichnung; bezeichnet das Gebiet an der Schützenstraße. An dem Hang zum Wurmtal hin war der Schießplatz für die Schützen. |
Schwerführer, Fuhrmann mit mehrspännigem Wagen |
Schweyer Noch gebräuchliche Ortsbezeichnung; bezeichnet das Gebiet Haldenweg 1 bis 21 |
Schweyerhof |
Se
Seif, Rinne seiger, senkrecht Sief, *Seif |
seiger, senkrecht |
Seilfahrt, Ein- und Ausfahren der Belegschaft auf dem Seil, mit Hilfe des Seiles, mit dem Korb, mit dem Förderkorb |
Sichelscheid Noch gebräuchliche Ortsbezeichnung; bezeichnet das Gebiet oberhalb der Bendstraße in Klinkheide |
Silbergroschen, Münze (= 1/30 *Taler = 12 *Pfennig) |
Silikose, Staublunge, Berufskrankheit der Bergleute Stöbb, Staub, *Silikose |
Sohle, untere Begrenzung eines Grubenbaues, untere Begrenzungsfläche einer Strecke söhlig, horizontal, *Sohle |
Sou, Wasserrinne |
Sp
Spidell Als Ortsbezeichnung nur noch selten zu hören; bezeichnet das Gebiet der heutigen Spidellstraße 1 bis 25 |
Spix, Josef, Gemeindedirektor Holger Weichert (Jahrgang 1972), ich bin der Enkel von Josef Spix, der von 1951 bis 1963 Gemeindedirektor von Kohlscheid war. Mein Opa, Josef Spix wurde am 23.06.19 in Königshoven (Stadtteil von Bedburg) geboren ------------------- Von 04.05.1945 bis 13.06.1945 befand er sich in englischer Kriegsgefangenschaft in Schleswig- Holstein und wurde am 18.07.1945 aus englischer Kriegsgefangenschaft entlassen. Nach verschiedenen Jobs bewarb er sich am 26.04.1947 um die von der Gemeindeverwaltung Kohlscheid ausgeschriebene Stelle eines Büroinspektors. Am 04.06.1947 wurde er bei der Gemeindeverwaltung Kohlscheid mit einer Probezeit von drei Monaten eingestellt und am 30.09.1947 durch die Gemeindevertretung einstimmig zum Gemeinde-Inspektor ernannt. Die Ernennung wurde seitens der Aufsichtsbehörde jedoch nicht anerkannt, da die Verwaltungsprüfung II nicht abgelegt worden war. Es gab wohl eine Vorschrift, nach der aufgrund besonderer Fähigkeiten um Umstände von der Ablegung der Prüfung abgesehen werden konnte. Hierzu gibt es einen längeren Schriftwechsel der Gemeinde Kohlscheid mit der Aufsichtsbehörde, der mir vorliegt. Am 15.11.1947 wurde er zum Leiter des Jugendamtes ernannt und als Amtsvormund bestellt und am 04.03.1948 einstimmig durch die Gemeindevertretung zum stellvertretenden Gemeindedirektor ernannt bzw. gewählt. Am 25.04.1948 wurde durch die Gemeindevertretung einstimmig, die am 30.09.47 ausgesprochene Ernennung zum Gemeinde-Inspektor erneut beschlossen. Am 13.12.1948 erfolgte dann die Bestellung zum stellvertretenden Standesbeamten. Am 01.01.1949 wurde er zum Leiter der Hauptverwaltung bestellt. Nach Zwangsbeurlaubung des Gemeindesdirektors Klippel wurde er am 11.05.1949 mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Gemeindedirektors durch die Gemeindevertretung einstimmig beauftragt Am 01.09.1949 wurde er auf Beschluss der Gemeindevertretung in Anerkennung der geleisteten Arbeit einstimmig zum Oberinspekteur befördert, rückwirkend zum 01.06.1949. Am 25.11.1949 erfolgte die Ernennung zum Urkundsbeamten zur Beurkundung von Grundstücksgeschäften Ab 01.12.1949 erfolgte die Übernahme der Geschäfte des Gemeindedirektors als Stellvertreter infolge des Ausscheidens des Gemeindedirektors Dr. Depenheuer. Am 09.12.1949 erfolgte die Bestellung zum Amtsvormund des Jugendamtes Kohlscheid durch Beschluss der Kreisvertretung. Am 10.12.1949 Bestellung zum besonderen Standesbeamten für den Standesamtsbezirk Kohlscheid. Am 31.03.1950 durch einstimmigen Beschluss der Gemeindevertretung zum Gemeindedirektor der Gemeinde Kohlscheid mit Wirkung vom 01.01.50 gewählt – probeweise bis zur Verabschiedung des zu erwartenden neuen Gemeindeverfassungsrechts. Am 07.03.1951 wurde er einstimmig zum Gemeindedirektor auf die Dauer von 12 Jahren (die verschiedenen Ratsparteien stritten darüber, ob die Beschäftigung für 6 oder 12 Jahre erfolgen sollte) gewählt und schied am 06.03.1963 durch Nichtwiederwahl aus. |
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St. Barbara, Pfarrkirche in Pannesheide Am 15. August 1971 wurde die Pfarrvikarie St. Barbara zur Pfarre erhoben. Vermögensrechtlich selbständig war das 1931 eingerichtete Rektorat seit 1935.Ursprünglich gehörte das Gebiet zur Pfarre Richterich. Bei der Organisation des ersten Bistuns Aachen 1804 teilte Bischof Berdolet "Unterpannescheid" der Pfarre Horbach und "Oberpannescheid" mit Mühlenbach der Pfarre Kohlscheid zu. Die Entfernungen zu beiden Pfarrkirchen bewirkten, dass die Mehrzahl der Bewohner die Gottesdienste in der Klosterkirche der Deutschen Franziskaner im nahen niederländischen Bleyerheide aufsuchten. Diese seelsorgerische Betreuung endete abrupt mit Beginn des 1.Weltkrieges,welcher zur Schließung der Staatsgrenze führte. Am 9.Oktober 1921 gründete man den Kirchbauverein St. Hubertus, um eine eigene Kirche und einen eigenen Seelsorger zu bekommen. Am 26.Juli 1928 wurde der Grundstein zu der von Ferdinand und Josef Heusch, Aachen, entworfenen Kirche gelegt. Das Grundstück hatte der Eschweiler Bergwerksverein geschenkt. Am 8.Dezember 1929 war der erste Gottesdienst in der Kirche. St. Barbara ist 1985 eine Pfarre mit 1039 Katholiken. Baubeschreibung von St. Barbara Einschiffiger Backsteinbau in sechs Achsen unter Satteldach ist nach Osten ausgerichtet. Der vorgebaute Turm auf „queroblongem“ Grundriss nach Art eines Westwerks, unter Walmdach ist 20,60 m hoch. Die Kirche hat 150 Sitz- und 100 Stehplätze. |
Stee, Schiefer, Stein |
Steenweäch, Steinweg, Straße |
Stehendes, * Rechte = steiler Flözverlauf |
Steinbusch, Ortslage im Bereich Klinkheide; Name eines Bergwerks |
Steingang, *Querschlag |
Stipp, Stempel |
Stollen, waagerechter oder schwach geneigter Gang geringen Querschnitts, als Wasserhaltungsstollen seitlich von außen in die Bergwand getrieben Stollenmundloch, Austritt des Wasserabflußstollens an der Erdoberfläche |
Stollenschacht, Lichtloch, Belüftungsschacht für den *Stollen |
Stoß, Seitenwände von Schacht, Stollen und Strecke; Abbaustreifen Stoßbau, Abbauweise in Stößen (Streifen) |
Straßenspiegel Der Heimatverein Kohlscheid veröffentlichte 1972 das Buch: Kohlscheider Straßenspiegel. Die damaligen Straßen wurden ausführlich beschrieben. Das Buch ist ggf. noch zu erhalten. Bitte anfragen unter: http://www.heimatverein-kohlscheid.de/kontakt-1.html |
Strecke, Verbindung des Schachtes mit der Lagerstätte |
Stüber, Münze (= 0,1 *Schilling) |
Stückkohle, 1. Kohlenqualität |
Südstraße Die Länge der Straße von Markt bis Rolandstraße ist 1.030 Meter. Die Richtung ist ~ 159°. Die Abweichung von Süd ca. -21°. Folgt man der Richtung so ist Aachen-Brand 10 km entfernt, Monschau 33 km, Basel ( Schweiz ) 388 km, Genua ( Italien ) nördl. Mittelmeer 799 km, westl. Spitze Sizilien 1584 km, Tripolis ( Libyen ) südl. Mittelmeer, Afrika 2.121 km, Südküste Südafrika 9.450 km, Nordküste Antarktis 13.566 km, Südküste Antarktis 17.582 km entfernt Hinweis: Die Entfernungsangaben beziehen sich auf die direkte Verbindung der einzelnen Punkte. ( Luftlinie ) Ausführlicher Bericht ist in Arbeit |
Sumpf, tiefste Stelle zur vorläufigen Aufnahme von Flüssigkeiten, z.B. Schachtsumpf |
T
Taler, Silbermünze (= 30 *Silber- groschen) |
Teufe, Tiefe (eines Schachtes) |
Tonne, nicht metrisches Hohlmaß wechselnder Größe; metrische Maßeinheit (= 1.000 kg) |
tonnlägiger Schacht, im Gegensatz zum *seigeren Schacht, ein schräg nach unten geführter Schacht |
Traß, Baumaterial, auch Mörtel |
Treibschacht, Wetterschacht |
Trum(m), Scheidewand; abgetrennte Abteilung, gemauertes oder gezimmertes Abteil eines Schachtes |
Tüht, Sirene, Werkssirene auf Laurweg |
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Viehweg Als Ortsbezeichnung nur noch selten zu hören; bezeichnet die Weststraße. |
Vieslapp Als Ortsbezeichnung - nur noch selten zu hören; bezeichnet die Gebiete Vieslapp – Mühlenbach, teilweise in der Mühlenbachsiedlung bzw. entlang der Mühlenbach Straße und Vieslapp -Herrenkuhl, das liegt zwischen Haus Heyden Straße und Roermonder Straße und auch noch zwischen Bahnlinie und Kläranlage Steinbusch |
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Weststraße Die Länge der Straße ist von Haus Nr. 1 bis zur Roermonder Straße 790 Meter. Die Richtung ~ 240°, somit eine Abweichung von West ca. -30°. Folgt man der Richtung so ist Lüttich 42,2 km entfernt, die Atlantikküste, etwas nördl. von Nantes 743 km, über den Golf von Biscaya der westlichste Punkt Spaniens (La Coruna) 1.440 km, über den Atlantik bis Südamerika Brasilien, Belem 7.743 km entfernt. Wilsberg Alte Ortslage, Bergehalde der Grube Laurweg, Wohnpark
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Zechenhaus der Grube Laurweg, heute Ericsson Die Ericsson-Allee geht kurz vor deren Einmündung in die Roermonder Straße links von der Weststraße ab. Eigentlich handelt es sich dabei nur um die baumbestandene Zufahrt zum ehemaligen Belegschafts-Gebäude des EBV (Lichthof, Waschkaue usw.) in dem sich später Büros des Bergbauunternehmens befanden. Das am Ende der Auffahrt gelegene Gebäude wurde 1914 bezogen und ist als einzige Übertageanlage der Grube Laurweg erhalten geblieben. Man kann es daher als Industrie-Denkmal bezeichnen. Im August 1990 wurde in Herzogenrath die Ericsson Eurolab Deutschland GmbH gegründet. Ericsson ist ein schwedischer Kommunikationskonzern, anfänglich bekannt durch Mobiltelefone. Zu ihren Aufgaben gehören die System- und Softwareentwicklung für die mobile Sprach und Datenkommunikation. Hierbei fällt auch der Forschung im Bereich neuer Technologien eine bedeutende Rolle zu. Auf dem Grundstück der ehem. Grube Laurweg ist Ericsson seit Mai 1991 mit einem von drei in Deutschland tätigen Forschungs- und Entwicklungszentren ansässig. Der Personalbestand wuchs von anfänglichen drei auf inzwischen mehr als 700 Mitarbeiter. Dieses starke Wachstum erforderte ebenfalls eine kontinuierliche Erweiterung der Geschäftsräume. Nach dem Umbau des ehemaligen EBV-Gebäudes 1991 folgte 1992 der erste Neubau. Nach der Sanierung eines weiteren Geländes der einstigen Grube Laurweg konnte im Oktober 1995 der zweite Neubau an der Ericsson-Allee bezogen werden. Die positive Entwicklung der Gesellschaft setzte sich im Mai 1999 mit dem Abschluss der dritten Bauphase fort. Die Gesamtfläche des Ericsson-Geländes beträgt heute fast 22.000 Quadratmeter.
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