Anregung mit zu forschen und zu berichten
Auch Teil 2 soll Ihnen Spaß machen und Sie gleichzeitig zur Mitarbeit bitten.
Die Geschichtsfreunde und Heimatkundler des Heimatvereins haben entgegen der Gepflogenheiten die Texte ungeprüft übernommen; lediglich etwas übersichtlicher gegliedert. Deshalb finden Sie Anmerkungen und Fragen passend zu jedem Thema in der rechten Spalte.
Die Hubertuskapelle

Hubertuskapelle 2022

Hubertuskapelle, Hubertusstatue
Die Hubertuskapelle steht heute unten im Amstelbachtal auf Horbacher Gebiet. Sie wird aber unterhalten und gepflegt von den Pannesheidern.
An der Ecke Pannesheider Straße und der "Schlack", liegt das Pannhaus, ein ehemaliges Brauhaus. (Die Schlack ist die Verlängerung der Haus-Heyden-Straße) Dieses Pannhaus auf der Doutzenbergheide gab dem Ort Pannesheide den Namen. Hof und Brauhaus wurden Ende des 16. Jahrhunderts erbaut.

Das Gebäude ist mehrmals umgebaut und mit Applikationen versehen worden. Auf dem Bild sind der weiß verputzte Teil und der Teil mit dem Torbogen mit der Backsteinmauern zu sehen. Vor dem Querbau ist eine Garage gebaut worden; Foto: E. Hallmann
Das Pannhaus und die nähere Umgebung nannte man auch am helije Hüsje (Heilgenhaus). Dieser Name entstand wegen der damals nahegelegenen Hubertuskapelle.
H J Gross: „…… 1712 beauftragte Hammes den Notar Schmitz sich für ihn, seine Frau und seine Erben in den Besitz des Pannhauses zu setzen. Es geschah mit den üblichen Formalitäten. Nach dem Tode des Hammes wurde dessen Witwe von der Witwe Tornako zu Aachen wegen Schulden vor dem Gerichte des Ländchens zur Heiden belangt. Die beiden Frauen einigten sich dahin, dass die Hammes der Tornako das Pannhaus einräume, und der Akt wurde 1721 von dem Heidener Gerichte approbiert, realisiert und dem Protokolle einverleibt.
Nun erhob aber Nikolaus Paffen, der Schwiegersohn der Witwe Hammes, den die Heidener einen Köhlerknecht nennen, Einspruch. Er wollte sein Recht auf das Pannhaus vor dem Gerichte zu Schönau darthun, während die Tornako an der Zuständigkeit der Heidener Bank festhielt.
Schliesslich erkannte letztere auf Räumung des Pannhauses und Übergabe desselben an die Witwe Tornako.
Der Gerichtsdiener wurde mit der Ausführung des Beschlusses beauftragt. Als derselbe sich mit Heidener Schützen am Pannhaus befand, um die Immission vorzunehmen, erschien plötzlich der Herr von Schönau, Johann Gottfried von Blanche, den Melchior Hammes, der Sohn der Witwe „schier in allen wirtsheuseren der stadt Aachen aufgesucht und herauszukommen gebeten hatte".
Wegen dieser „Verletzung der schönauischen Jurisdiktion" erschoss der junge Mensch den armen Boten, der nur seine Schuldigkeit gethan.
Als gerechte Strafe für die scheussliche Überschreitung seines Rechts, die er freilich nachher als einen Akt der Notwehr darzustellen suchte, traf den Blanche das Geschick, dass er selber die ganze Schönauer Selbstherrlichkeit begraben und sich zum Vasallen des Kurfürsten schwören musste. Das Pannhaus blieb aber im Besitze der Witwe Tornako.“
Schon 1825/ 26 gehört der an der Pannesheider Straße gelegene rechte Gebäudeteil dem Johann Joseph Horbach aus Bardenberg. Der links gelegene und in die "Schlack" hineinreichende Teil dem Albert Pannhausen aus Pannesheide. Der hintere, der an der "Schlack" gelegene Teil dem Peter Joseph Vaehsen aus Pannesheide.

Pannhaus Schlußstein
Anmerkung zum Schlußstein: Die Jahreszahl ist 1718
Der Überfall der Bockreiter

Bockreiter
1741 wurde das Pannhaus von den Bockreitern heimgesucht. siehe Bericht Bockreiter in Pannesheide
Haus Dumont

Haus Dumont 2020
Heute ist es in Besitz der Witwe Beck. Bei den Daten und Fakten zur Erbauung des Hauses ist noch Recherchbedarf. Wer kann helfen?
Haus Rütters und die Dorfschänke

früher Haus Rütters, Pannesheider Str. 136, 2020

Dorfschenke 2022
Der alte Zoll

Rechts Krauthausen /Montanabar 2022
Die Roermonder Straße

quer ist die Roermonder Straße

Die Roermonder Straße und das Zollamt 1954 Tram Linie 16
Der Hof Vest

Hof Vest


Hof Vest Schlußstein
Über die Autorin
Therese Schiffgens war in Pannesheide sehr aktiv. Sie kannte viele Leute, unter anderem aus ihrer Arbeit in der Pfarrgemeinde und im Kirchenvorstand. Beruflich war sie als Schneiderin unterwegs. Sicherlich gab die freundschaftliche Verbindung zu der Lehrerin Adele Rothkranz den Anstoß, die Geschichten aufzuschreiben.
Liebe Besucher der Seite,
es war wieder einmal eine Gemeinschaftsarbeit. Herr Pfarrer Thoma hatte die Idee, diese Geschichten aus den alten Pfarrbriefen zu veröffentlichen. Er gab die Idee an den Archivar der Pfarre Christus unser Friede weiter. Er wandte sich an die geschichtsfreunde-kohlscheid.de. Gemeinsam mit dem Archiv des Heimatvereins wurden der Text neu geschrieben und Bilder gesucht oder neu fotografiert.
Unser Dank
- gilt Therese Schiffgens für die Sammlung und Aufschreibung der Geschichten
- gilt dem Pfarrer Thoma für die Idee und die Genehmigung zur Veröffentlichung
- gilt dem Archivar des Pfarrarchivs und Mitglied im heimatkundlichen Arbeitskreis des Heimatvereins Kohlscheid -Winfried Simons, der den Text aufbereitete
- gilt Marlene Hollands für die wichtigen "Insider" Auskünfte
- gilt Marianne Schülke, die den gesamten Text auf Fehler kontrollierte
- gilt jetzt bereits allen Lesern die Ergänzungen, Berichtigungen und Antworten geben.
Bitte hier schreiben
Quellen
- Archiv Pfarre Christus unser Friede
- Archiv HV Kohlscheid
- Internet, Wikipedia
- Lexikon christlicher Kunst 1980, Herder Verlag
Zu guter Letzt: Wenn Sie auch Geschichten über Pannesheide oder Bank oder Kämpchen und, und, und wissen, dann melden Sie sich bei uns. Wir halten gerne alles für kommende Generationen fest.
Hier könnnen Sie uns kontaktieren: