Gastgewerbe in Kohlscheid Sammlung 3

 EHEMALIGE u HEUTIGE GASTSTÄTTEN, WIRTSCHAFTEN etc. in KOHLSCHEID

Die Sammlung ist im Aufbau

Zusammengestellt von Erich Hallmann             letzte Aktualisierung: 28. Juni 2026


Abbbildungen entstammen, soweit nicht anders angegeben, der Sammlung E. Hallmann oder werden mit Zustimmung der Urheber verwandt. Sollte ich versehentlich die Rechte Dritter an einem Bild übersehen haben, bitte ich um Nachricht über Kontakt.
Kopieren oder anderweitig zu verwenden, ist nur nach Absprache  gestattet.

einige zum Thema passende Aufsätze, Erläuterungen, Anmerkungen

zu den einzelnen Gaststätten:

Standorte und dort angesiedelte Gaststätten

Ortsgruppe einfach anklicken                                                                                              

Vorscheid

KO03 Zum Aufm Kank, Forstheider Straße 62, Schankwirtschaft      
KO23  Restauration Schroiff,  Südstraße 87, Gastwirtschaft   KO04 Urban, Südstraße 139, Schankwirtschaft
KO05 Classen,  Südstraße141, Gastwirtschaft  
KO30 Hauptschule Kircheichstraße 60  Saal    
 

Rumpen Berensberg

RB01 Ejene Bouw, Rumpener Straße 39, Restaurant
RB02 Bindels, Rumpener Straße 115, Gastwirtschaft                
RB03 Havenith, Berensberg 16, Gastwirtschaft
RB04 Paulinenwäldchen, Zum blauen Stein 35, Restaurant  
RB05   Kessels, Berensberger Straße 10, Gastwirtschaft
     
Beschreibungen der Gaststätten

Pannesheide

*P01    Pannhaus, Pannesheider Straße 50, Brauerei, auch Wirtshaus zum Stiegel genannt, bekannt durch den Bockreiter Überfall, erste gefundene Nennung Anfang 18. Jahrhundert

aus Geschichte des Ländchens zur Heiden, von H. J. Gross †.Quelle: AAV von 1902 - 07.

Im Anfange des 18. Jahrhunderts verlegte man das Gericht nach Richterich. Es hat aber noch eine Zwischenstation — auf Pannesheide im Wirtshause zum Stiegel 211) gehabt. Als der Aachener Notar Cornets im Jahre 1709, wo die Streitigkeiten wegen der kirchlichen Trennung des Ländchens von Laurensberg heftig entbrannt waren, ein den Ansprüchen der Heidener ungünstiges römisches Dekret in Richterich anheften und mitteilen wollte, liess die Leibzüchterin Frau von Hochsteden ihn verhaften.
Sein Sohn fand ihn „zu Pannesheid im Obergemache eines Wirtshauses Stiegel genannt,wo der Vogt des Heidener Ländchens seines Amtes zu walten pflegt 212)“.

211 Das Stiegelsgut wurde 1770 zu 2300 Rtlr. abgeschätzt. Es schuldete dem St. Adalbertsstifte in Aachen 1000 Tlr. à 54 m. aix, den Regulierherrn daselbst 300, dem Geistlichen Kuckelkorn 50, der Horbacher Kapelle 50 Tlr. à 50 m. aix, dem Hause Heiden einen Erbpacht vou 6 Fass Hafer, die zu 55, drei Fass Roggen die zu 50, und 16 Märk Kapaunsgeld, die zu 6 Rtlr. Kapital augeschlagen wurden.

Pannhaus (et Pannes) Ansicht Pannesheider Straße, Foto: E. Hallmann

Pannhaus (et Pannes) Ansicht Langhaus in der Schlack, Foto: E. Hallmann


 *P03 Dorfschenke, Pannesheider Straße 61, Gastwirtschaft, erste gefundene Erwähnung: 1872 als Gaststätte Poek, in der der „Männer-Gesang-Verein Pannesheide” gegründet wurde. 1894, Unternehmer (Lebensmittel) und Wirt Carl Dumont. In den Adressbüchern: 1927 > Wirte Johann Glanz und Hubert Stockem, 1957 > Geschwister Jansen, 1975 > Katharina Cohnen, 1983 > Maria Vondenhoff. Offen sind:  Angaben zu weiteren Wirten, Dauer des Leerstands und Umstände und Zeitpunkt der Eröffnung des Dorvladens. (heute 2026, Genossenschaft  Dorvladen)

"Dorfschenke" heute (2025); der Thekenplatz wurde beibehalten; Foto: E. Hallmann

Die „Wirtschaft“ wie sie bereits zu Dumonts Zeiten benannt wurde, besteht aus einem Schankraum mit Theke und einem kleinen Sälchen. Hinter dem Haus ist ein großer Freiraum, geeignet für Außengastronomie. Sie liegt neben der Schule.

Carl Dumont
Carl Dumont war verwandt mit dem Grubenbesitzer Dumont, der fast gegenüber das außergewöhnliche  Haus gebaut hatte, das mit den drei Kastanien davor. Die Dumonts waren ursprünglich aus Bleyerheide und sie waren Anteilseigner an mehreren Gruben, zum Beispiel an Vieslapp.  Carl Dumont war bis 1910 Gemeinderatsmitglied. Neben vielen anderen sozialen Tätigkeiten war er auch „Brandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Pannesheide”
Um die Dorfschenke herum ranken sich viele Geschichten.

Poststation
Unter anderem war in der Dorfschenke auch einmal eine Poststation.
Josef  Nellessen berichtet, dass er als Postlehrling mit dem Fahrrad, beladen mit Taschen voller Geld, nach Pannesheide fahren musste. Kurz vor Monatsende brachte er das viele Geld zur Poststation. Wenn Rentenzahlung war. wurde die Auszahlung in dieser Gaststätte vorgenommen. Der Wirt und seine Frau waren bei der Post vereidigt und sie wussten. wie das gehandhabt wurde.
 Im Winter gab es Schneewehen, das Fahrradfahren mit den Geldkassetten war nicht möglich. Er musste dann zu Fuß gehen. Durchgefroren, blieb er natürlich eine Zeitlang.
Er beobachtete dabei, dass tagsüber schon an kleinen runden Tischen Skat gespielt wurde. Unter den Tischen war eine 20 cm tiefer liegende Ablage für die Spieleinsätze, die so  nicht gesehen werden konnten, wenn Kontrollen kamen. Um Geld zu spielen war ja verbote

– nur als Nebenbemerkung - Die Poststation wurde später von Frau Müller, die Frau vom Dachdecker  Müller, in einem abgetrennten Raum in ihrer Wohnung geführt. Die letzte Poststation war im Zollgebäude, wo heute die Kita ist.
 
Vereinslokal
Zwei Fundstücke aus „Spuren der Vergangenheit“ von Josef Aretz:
1872 > In Pannesheide wird in der Gaststätte Poek, später Dumont, der heutige „Germania Chor” unter dem Namen „Männer-Gesang-Verein Pannesheide” gegründet.
Da es in Pannesheide keinen Saal gibt, finden die Proben und kleinere Veranstaltungen in einem Gesellschaftszimmer statt. Schon bald organisieren die Sänger erfolgreiche gesellige Veranstaltungen und Wiesenfeste. Die Mitglieder zeigen sich opferfreudig bei der Beschaffung von Noten.
1907 >In den 90er Jahren kam die Tätigkeit des MGV Germania Pannesheide zum Erliegen, weil der Dirigent Josef Pfeifer in Horbach eine Wirtschaft übernahm und der Verein keinen neuen Dirigenten bezahlen konnte. Josef Oligschläger ruft 1906 die alten Vereinsmitglieder zusammen. Mit 19 Mitgliedern kann der neue Dirigent Franz Nievelstein aus Herzogenrath die Proben in der Gaststätte Dumont aufnehmen.
Größere Veranstaltungen finden im neuen Saal bei Karl Beckers (später Grenzhof) an der Roermonder Straße statt. Aus Anlaß des in diesem Jahre durchgeführten Wiesenfestes stiftet Dumont drei neue Schärpen.
In der Festschrift des Brieftauben Zuchtvereins von 1984  findet sich folgende Anzeige:
Dorfschenke              Vondenhoff Maria
"Willst abends du vergnüglich sein, dann kehre hier als Gast doch ein, hier wird gezecht und auch gemeiert, aus jedem Anlaß wird gefeiert."

Die Dorfschenke war auch das Vereinslokal der Grenzwacht Pannesheide. Dieser Fußballverein spielte ursprünglich in der Stegelstraße auf einer mehr oder weniger gepflegten Wiese. Der Platz war wesentlich kleiner als ein normaler Fußballplatz, dennoch wurden dort Fußballspiele ausgerichtet. Die Spieler gingen dann quer und kamen zur Dorfschenke, wo sie sich umziehen konnten. Ob sie dort auch geduscht haben, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Ob sie die Genehmigung hatten, in der Schule zu duschen? – was ich mir allerdings nicht vorstellen kann. Wichtig ist jedoch, dass die Spieler nach dem Spiel und nach dem Umkleiden natürlich in der Dorfschenke „kleben“ blieben. Und es ging hoch her; kaum einer  kam rechtzeitig zum Abendessen nach Hause.

Die Wirtsleute
Leider fehlen uns Informationen zu den Namen Hubert Jansen, Käpp Fischer, Pit Hanrads. ? Cohnen (dr Marathon)  und ? Otten.
Von einem alten Pannesheider hörten wir von einem Wirt der einen außergewöhnlichen Spitznamen hatte.
„Der sogenannte Kaiemuus oder Kajemus. Er war derjenige, der das so ein bisschen aufgelockert hatte.  Das war dann auch, wie gesagt, Silvester hatte der schon mal ne Striptease Tänzerin da.“
Wer kann uns Informationen zu den Wirten und Geschichten zur Dorfschenke geben. Sehr schön wären Fotos von den Wirtsleuten oder auch von Festen in der Dorfschenke.

Die Dorfschenke wird zum Dorvladen

Nach einem längeren Leerstand kamen Pannesheider Bürger auf die Idee, das Haus als Treffpunkt für Pannesheider weiterleben zu lassen, Sie nannten diese Einrichtung Dorvladen. Federführend war Herr Hammers.
Diese Einrichtung besteht mittlerweile seit vielen Jahren und ist seit geraumer Zeit eine Genossenschaft. Man kann dort also für 120 € Mitglied werden.  
Wie ich gesehen habe, wird dort auch weiterhin Karten gespielt – Skat, Canasta und Doppelkopf – Eine Ablage unter den Tischen habe ich nicht gesehen.  
Ob dieser Dorvladen seinen Zweck schon erfüllt, konnte mir niemand sagen. Wir werden sehen, wie sich das entwickelt.
Eine Stimme wollen wir dennoch zum Dorvladen bringen:
"Der Versuch, diese Zentrale wieder aufzubauen, indem man den Dorvladen eröffnet -
wie gesagt, Erich, das wäre nicht schlecht. Nur, sag ich mal, die haben hinten einen kleinen Biergarten. Aber das ist alles zu klein, weißt du. Wenn dort nur ein Tisch und zwei Stühle stehen. Will man das großartig machen, da muss ein richtiger Biergarten sein, damit die Leute hingehen. Ich meine, bei der Toskana war es schön, man konnte draußen sitzen. Ich war abends dort, trank ein Bierchen und genoss es. Dann kamen Leute aus Pannesheide, wir setzten uns zusammen, unterhielten uns. Das war schön, aber das ist leider vorbei.
Aber das ist eben auch so: Ich sag mal, damals waren mehr Leute auf der Straße. Heute sieht das bei uns hier in Pannesheide ganz anders aus. In meinem Alter, wenn man jemandem begegnet, kennt man ihn und spricht ein paar Worte. Aber die Jüngeren kennt man kaum noch. Sie fahren alle mit dem Auto herein und hinaus, niemand geht zu Fuß durch den Ort. Das ist alles vorbei. Früher war das schöner."

Foto: E Hallmann

Ergänzungen von unseren Lesern: 

Winfried Kerres:
Peter Hahnrads war der "Keiemus".  


* P04 Zum Pannhaus, Jansen, Pannesheider Straße 49, Gastwirtschaft, erste gefundene Erwähnung: 1893 und 1894 Peter Hubert Jansen, Lebensmittel, Bäckerei, Wirtschaft. Adressbücher: 1927 Knauff, Andreas Wirt, 1950 Jansen Berta, 1962 Jansen Therese, 1968 Jansen Katharina, 1968 Peters Gertrud; ab ?  Ansiedlung Bierverlag  Karl Honnef, ab ? diverse Restaurants mit südländischer Küche

Lage der Gaststätte

Foto: E Hallman; 2022 fotografiert aus dem Pannhaus 1. Etage

Das Haus liegt genau gegenüber dem alten Pannhaus. Der Eingang.  ist, wie so oft, auf der Ecke. Alte Pannesheider erinnern einen schönen Gastraum, die Kegelbahn und einen Saal mit Bühne. Und bei gutem Wetter war auch Außengastronomie.  Auf der anderen Seite hinter dem Kreisverkehr ist die Schule.

Wirtsfamilie Jansen

Peter Hubert Jansen begann seine unternehmerische Tätigkeit in Mühlenbach.  Das entnehmen wir der Aufstellung der Gewerbetreibenden  von 1894. Hier wird er geführt mit „Lebensmittel, Bäckerei, Wirtschaft, Mühlenbach 31. Steuerzahlung 10 Mark.

In den Aufzeichnungen der Gemeinde ist unter dem 9.12.1893 ist vermerkt: „Feuer zerstört die Scheune sowie Teile der Stallung und des Wohnhauses des Wirtes Hubert Jansen. Der versicherte Schaden beträgt 1590 Mark.“

1899 dann wird in der Liste: Wirtschaften nach der Betriebssteuerrolle für 1899“ der  Peter Hubert Jansen unter Pannesheide 78 geführt.

Leider kennen wir keine Liste mit Übersetzung der alten Adressnummern und neue Hausnummern. Wer kann helfen? Bitte melden

Durch einen Vergleich mit anderen Adressangaben alter Personen, Unternehmen, etc. die alle alt im 70er Bereich lagen und nach 1909 neue Nummern in Pannesheide hatten, bin ich einigermaßen sicher, dass er in der Pannesheider Straße 49 gebaut hat. Der älteste Eintrag zu Hausnummer 49 im Bauarchiv der Stadt Herzogenrath ist auch 1909.

Nach dem ersten Weltkrieg musste einige jahrelang eine Aufstellung sämtlicher Vereine für die interalliierte Kommission der Rheinlande erstellt werden. In der Liste von 1921 ist der Brieftaubenverein Heimkehr mit dem Sitzungslokal,  Jansen, Pannesheider Str. 49 aufgeführt.

Weitere Meldungen oder Geschichten sind nicht bekannt.

Nach dem zweiten Weltkrieg kommen dann mehrere Mitglieder der Familie Jansen ins Spiel. Berta, Therese und Katharina, sie führten von 1950 bis 1968 die Gaststätte.


Hans Werner Fulst:

Die Veranstaltungen in Pannesheide fanden eher in der mittleren Kneipe statt. Also der richtige Saal war praktisch in der mittleren Wirtschaft bei den Geschwistern Jansen.

Da wurden auch teilweise Schulveranstaltungen durchgeführt.  Da war schon ein richtiger Saal mit Bühne  und unten Sitzplätze,  also da konntest du schon richtig was vorführen.

Zu Totenkaffee wurde auch meistens bei den Geschwistern  Jansen eingeladen.

Beim Jansens Rue da war in erster Linie, wie gesagt, die Kegelbahn.


Bierverlag Honnef

1959 inseriert Karl Honnef  in eine Festschrift der Dorfspatzen:

           Biergroßhandlung Karl Honnef       

Forstheider Straße 103

"Das Bier mit Tradition: Dortmunder Hansa"

In den kommenden Jahren kaufte Karl Honnef die Gaststätte

2013 erscheint die Anzeige in der Festschrift des KBC, 100 Jahre:

Getränke Fachgroßhandlung Honnef Karl

Schlösser Alt, Bitburger, Radeberger, Schöfferhofer 

Www.getraenke-honnef.de

Restaurantbetrieb und Ende

Die Informationen sind sehr spärlich. 1975 inseriert Johann Schlösser

Gaststätte Stubs Eck,   Inh. Johann Schlösser

5122 Kohlscheid, Pannesheider Straße 49

Kehr hier ein, sei unser Gast!  Erhol´Dich von des Tages Last

Mittwoch Ruhetag

Der eine Teil, das Bierlager  Honnef besteht heute noch. Mittlerweile ist Karl Honnef ja auch schon tot schon. Er wäre jetzt (2026) über 90. Seine beiden Töchter führen das Geschäft weiter.

Der andere Teil, die Gaststätte, war zuletzt an einen Wirt verpachtet, der aus Nordmazedonien stammte. Er führte das Restaurant mit dem Namen Toscana.

Alte Pannesheider:

der hat das gut gemacht und das war immer schön.

Mit der Zeit musste natürlich alles so ein bisschen wieder auf Vordermann gebracht werden. Im Zuge irgendwelcher Maßnahmen musste investiert werden.

Die Entscheidung wer zahlt stand an. Honnef wollte nicht und der Pächter wollte auch nicht – er wollte kaufen. Das wollte Honnef auch nicht. So kam es zum Leerstand.

Alte Panneheider:

Hier ist so etwas wie anderswo in Pannesheide, nicht gewesen. Hier ging es gesittet zu. Bei den alten Jöngferschen wäre das unmöglich gewesen.

Der Wirt hat natürlich ein anderes gut gehendes Lokal gefunden.


Am Pannhaus; Foto: 2022, E. Hallmann


*P03 Grenzhof, Roermonder Straße alt 145. heute 139, Gastwirtschaft, Wirte: 1885 bis 1905 Carl Beckers sen. ab 1905 bis? Carl Beckers jun.,  ab -  bis ? (einmal genannt 1927) Heinrich Jansen.  ab - bis ? (einmal genannt 1930) Hubert Jansen sen. , 1933 Heinrich Jansen. In den Adressbüchern: 1950 Wwe. Heinrich Jansen. ab 1957 bis 1984 Hubert Jansen . Nach Leerstand ca. 8 Jahre lang Spielcasino und Imbiss

Lage / Situation
Auf der Roermonder Straße das letzte Haus vor dem Zollgebäude und im Winkel entlang der Pannesheider Straße. Der Eingang war auf der Ecke.
Im Ort Pannesheide gabt es 1905 für 773 Einwohner drei Wirtschaften.

Postkarte Sammlung HV Kohlscheid

Bis in die 1920er Jahren waren Carl Beckers der angesagte Wirt und Veranstalter und sein Restaurant der bevorzugte Treff im Pannesheider  Gesellschaftsleben. Wie alle guten Wirte bekleidete er auch im Gemeindewesen den einen oder anderen Posten. So war er z.B. der Stellvertreter des Schiedsmanns.
1904, also zu einer einigermaßen ruhigen Zeit, suchten kulturbeflissene Pannesheider ein geeignetes Lokal für ihren Club. Bei Carl Beckers wurde schließlich der  "Humoristenclub Gemütlichkeit"  gegründet. Gesang, Musik und Theateraufführungen standen auf dem Programm. Im „Restaurant Beckers“  wurde geprobt,  getagt und vorgeführt.
 
Auch der wiedererstarkte Gesangverein MGV Germania Pannesheide probte in dem „richtigen“ Saal bei Beckers.

Die Wirtsleute Jansen
1927 dann übernahm ein Mitglied der Familie Jansen mit Johann Jansen als Wirt das Restaurant und nannte es um in Grenzhof. 1930 übernahm dann Hubert  Jansen sen.         
Auch er verstand es, den guten Ruf der Gaststätte zu halten. Er wusste, ohne, heute sagen wir Netzwerk, geht nichts. Sein Saal war die Nummer eins in Pannesheide. Wenn es etwas zu feiern gab, dann im Grenzhof.  So feierte 1930 der Kirchenchor St. Cäcilia (Pannesheide) den Namenstag seines Chorleiters Karl Sonn.
Den Pannesheider Kirchenchor dirigierte an diesem Abend der Junglehrer Simons aus Kohlscheid (Südstraße 45).
Zum Gelingen trug auch unter Herpers die Liedertafel bei. Großen Applaus bekamen Esser, Simons, Juders und Frl. Bremen (Bühnengesellschaft) mit dem Einakter „Sonnenaufgang”.
(Anmerkung EH: Der Junglehrer Simons war mein Patenonkel Martin Simons.)
Intermezzo 1933
Nach Hitlers Machtergreifung griff auch die Partei nach dem Grenzhof. Der „genehme“ Wirt Karl Hilden übernahm das „Geschäft“.
Er stellte den Saal für einen Vergleichskampf des „Kohlscheider Boxclub 1930“  gegen den „Eilendorfer Boxclub“. Die Kohlscheider gewannen mit 11:3.
In der Zeitungsmeldung hieß es:
Vor und während der Veranstaltung spielt die „Hauskapelle“ Marschmusik.
Interessant zu wissen welche „Hauskapelle“ das war. Wer weiß darüber etwas?
Weniger harmlos war eine Veranstaltung der NSDAP-Ortsgruppe Kerkrade.
In der Ankündigung hieß es:  „Die NSDAP-Ortsgruppe Kerkrade (Gau AusIand) hat am 29.07. 1933 im Grenzhof von Karl Hilden am Zollamt in Pannesheide einen deutschen Abend.“
 
Dreimal Jansen
Etwas verwirrend sind die Eintragungen in den Adressbüchern
Im Adressbuch 1935:
Jansen, Heinrich Wwe., Roermonder Str. 203
Jansen, Hubert , Pannesheider Str. 49
Jansen Hubert, Pannesheider Str. 61
Im Adressbuch 1950
Jansen, Heinrich Wwe. und Hubert als Angestellter, Roermonder Str. 203
Jansen, Berta, Pannesheider Str.  49
Jansen, Hubert , Pannesheider Str.  61
Im Adressbuch 1975
Jansen, Hubert, Roermonder Str. 137
Johann Schlösser, Pannesheider Str. 49
Cohnen, Katharina Pannesheider Str. 61
Alle alten Pannesheider, mit denen ich gesprochen habe, waren nicht sicher, ob die drei Jansens  verwandtschaftlich verbunden waren.

Jansen Hubert, dr rue Janse oder dr Jansens Ru
Über die Zeit während des Kriegs und die ersten Jahre danach ist nichts bekannt. Wann genau Hubert Jansen, genannt dr rue Janse, die Wirtschaft übernommen hat, konnten wir nicht finden. Zu dem Rufnamen kam er der roten Haare wegen und sicherlich auch der Unterscheidung zu dem anderen Hubert Jansen.
 
Hubert Jansen, dr Jansens Ru, war eine in Pannesheide sehr rührige und umtriebige Person. Selbstverständlich warb er bei allen Vereinen für sein Lokal als Vereinsheim.  Da gab es den Taubenzuchtverein 0505  Alte Heimkehr 1884, den Invalidenverein 1959 Herzogenrath- Oberstadt, den MGV Germania 1872 Kohlscheid-Pannesheide,  den VELO CLUB 1981 Pannesheide und viele andere, die bei ihm tagten. Umgekehrt annoncierte er in den Festschriften der Vereine, wie beim Invalidenverein 1984:
Grenzhof       (am Zollamt)
Vollautomatische Bundeskegelbahn
Vereinslokal Invalidenverein Pannesheide
Der Grenzhof  hatte eine Kegelbahn und einen Saal.  Das Haus war der Treffpunkt für die Pannesheider.
Ein alter Pannesheider:
1954 habe ich da die erste WM gesehen. Im Fernsehen. Da hatte der Jansen einen kleinen Fernseherganz hoch gestellt. Wir waren f ünf Kinder, wir lagen vorne.
Die Lage unmittelbar an der Grenze zu Holland und am Zollgebäude, gibt Anlass zu vielen Geschichten und Spekulationen zu unrechtlichen Warenverschiebungen und Kommissionsgeschäften. Belegt ist aber nichts.  Bis auf eine Abwicklung, die die Verbindung mit dem Zoll dokumentiert.  Die Frau des Zollamtsleiters  war nicht beim Zoll angestellt. Sie führte jedoch Leibesvisitationen bei Frauen durch. Und zwar im Grenzhof gegenüber.
Alte Pannesheider auf den Gastwirt Jansen angesprochen: 
Da war natürlich, wie gesagt, der Zoll, der ging da ein und aus beim Jansen und wie gesagt, der Jansen, der beherrschte ja hier die Szene. Der war ja überall mit drin. Dem gehörte ja hier so ungefähr der ganze Straßenzug.
Damals habe überhaupt nicht begriffen, was die Kneipe mit dem Zoll zu tun hatte. Aber weißt du, wie das damals so war. Da hat ja keiner nachgefragt. Da hat sich ja alles stillgehalten. Heute ist das ist interessant, was da alles los war.
Die Helfer für seine mannigfachen Nebentätigkeiten rekrutierte dr Rue an der Theke. Dort saßen immer Willige, vor allem, da sie mit Bier bezahlt wurden.
Ein Anzeichen für seine Risikobereitschaft zeigt folgende Geschichte. Es ging um Bergschäden. In Pannesheide war das nichts Neues. Der Bergbau ist ja von alters her bis in die Jahre des letzten Jahrhunderts, ja eigentlich bis heute,  Schuld für viele Löcher, Risse und Absenkungen. Die Entschädigungsangebote wurden in fast allen Fällen von den Eigentümern akzeptiert.
So nicht von Hubert Jansen. Er hat gegen den EBV einen Prozess bis zum Bundesgerichtshof geführt. Er hat gewonnen. Die Klinker, die jetzt die Fassade sind, hat der EBV bezahlt. 

Der Spielclub
Hubert Jansen ist nicht allzu alt geworden. Nach seinem Tod wurde die Wirtschaft geschlossen. Nach kurzem Leerstand verpachteten seine Nachkommen zuerst einen Teil an einen niederländischen Imbissbetreiber.
Dann startete nach einer Anpassung der Innenräume ein Spielclub. Die Betreiber waren ebenso Niederländer. Dieser Betrieb ging ca. 8 bis 10 Jahre. Genaue Zeiten sind leider nicht bekannt.

An dieser Stelle der Aufruf: Wer hat Fotos, Informationen, Geschichten oder Zeitungsartikel zu dieser Ära des Grenzhofs? Bitte melden

Dieser Spielclub hatte natürlich die Anmutung eines Spielcasinos.
Es wurde Roulette gespielt. Man ging also hin, wechselte die D-Mark, in Jetons.
Allerdings – man bezahlte keinen Eintritt. Man konnte da einfach hingehen und an den Tischen spielen. Es gab keinen Kleiderzwang oder eine Kontrolle, ob man in der Sperrliste eingetragen war.
Dafür gab es wohl eine Zeitlang zweimal in der Woche als Auflockerung und Besuchsanreiz ein besonderes Unterhaltungsprogramm. Manche Pannesheider gingen deshalb auch mal zum Spielclub. Meine alten Pannesheider erinnern die Auftritte von Dunja Reiter oder Rocco Granata und noch weiteren guten Künstlern, die aus Fernsehen oder Rundfunk bekannt waren. Während die also auftraten wurde gespielt.
 Alte Pannesheider, die nicht sehr weit weg wohnten erinnern:
Du konntest da einfach hingehen, und unsere Nachbarin, die liebte das Spiel und spielte dort. Sie war richtig spielsüchtig und ging fast jeden Abend hin.
Ich weiß, damals meine Tante, sie kam aus weiter weg, die hat uns schon mal besucht. Weil, sie war ja auch so eine Spielernatur. Die ist da auch mit rüber gegangen und hat da gespielt. Die beiden fanden das auch gut.
Jetzt war da sicherlich auch überregionales Publikum. In erster Linie waren natürlich Holländer, die rüberkamen. Also da waren fast nur Holländer. Aus Pannesheide  waren da nur Wenige. Wie gesagt, da war die Nachbarin, ich weiß jetzt so auf Anhieb nicht, wer sonst noch so hier war. Naja, das war so die Zeit.
Später stellte man fest, dass die Tische (die Kessel) teilweise manipuliert und illegal waren. Dann gab es immer wieder Razzien, das heißt, die Polizei kam dann mitten in der Nacht. Die Betreiber bekamen irgendwie einen Tipp, wer weiß woher, die Kessel wurden getauscht.
Die Polizei konnte immer nur  unverrichteter Dinge abziehen. Das war natürlich immer Tagessgespräch in Pannesheide.
Dann haben die Verantwortlichen (Polizei und Staatsanwaltschaft)  das irgendwann gemerkt und die letzte Aktion war anders. Es war eher wie bei einem „Tatort“. Das Sondereinsatzkommando von Köln wurde bestellt. Die hatten nichts mit der Aachener Polizei und Staatsanwaltschaft zu tun, die kamen aus Köln.
W. Kerres:
 „Ich wurde telefonisch von der Polizei informiert. „Wundern Sie sich nicht, morgen ist in Ihrer Nähe ein großer Einsatz.“  Ich dachte an einen Scherz. Ein Blick nach draußen aber brachte die Gewissheit. Verteilt standen Lieferwagen mit fremden Aufschriften, wie Dachdecker Düsseldorf, etc.
Am nächsten Tag kamen Mannschaftswagen mit bewaffneter  Polizei. Die gingen zielgerichtet zum Casino und machten eine Razzia.
Von gegenüber (Montana Bar) kam jemand ganz aufgeregt, um zu fragen, ob einige Leute bei ihm versteckt werden könnten.“
Es gab eine große Polizeiaktion mit großem Einsatzkommando mit Maschinenpistolen. Es wurde alles beschlagnahmt und abgebaut. Die ganzen Tische wurden noch nachts abtransportiert. Die Leute, die dort spielten, mussten mit erhobenen Händen das Casino verlassen. Das war richtig filmreif. Und dann war alles am Ende. Nachher war nie mehr etwas.
Kommentar einer alten Pannesheiderin:
 Ja, das war schon eine bewegende Zeit; Und schräg gegenüber war dann schon die Montana Bar. Natürlich ging es hier zum Spielcasino, und die Leute zogen mit ihrem gewonnen Geld direkt zur Montana Bar. Das Geld wurde dann natürlich auch gewinnbringend eingesetzt. Es wurde nicht in Jetons, sondern in sehr weibliche Damen angelegt. So hatten alle etwas davon die Mädchen und die Spieler. Hier war ein echtes Spielerparadies. Es war richtig was los, muss man sagen, wirklich international.

Grenzhof; Foto 2024 E. Hallmann

Ergänzungen von unseren Lesern:

Winfried Kerres:
Die Poststation war auch im Grenzhof. Im Saal war ein Raum abgetrennt. In Folge hatte dann Frau Müller die Poststation.
Der Imbiß war geleichzeitig mit dem Spielcasino. Der Betreiber war ein Grieche, der Typisches, wie Gyros, ausser Haus verkaufte. 


*P06    Gut Bau, Roermonder Straße 135, Schankwirtschaft ,  1756 Wirt Philipp Jakob Vaessen

Von der Gaststätte auf Gut Bau, Pannesheide wissen wir so gut wie nichts. Wir wissen nicht, wo auf dem Hof die Gaststätte war und wie lange sie betrieben wurde. 

Die erste Meldung, die wir kennen, stammt aus dem Jahr 1756. Ein sogenannter Philipp Jakob Vaessen ist vermutlich Brauer und Gastwirt und zugleich Besitzer des Guts in Pannesheide. Dieses Gut trägt den Schlussstein im Torbogen mit der Angabe 1786. Weitere Erklärungen und Berichte über diesen Hof finden Sie im Bericht „Gutshöfe“. 
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts werden immer wieder Versteigerungen bei dem sogenannten Gastwirt Vaessen in Pannesheide gemeldet. 

Dann gibt es eine bemerkenswerte Mitteilung von 1840 :
Nach dem Tod der Eheleute Karl James Cockrell und Carolina Elisabeth Pastor wird heute in Aachen in der Amtsstube des Notars Weiler das von den Geschwistern Phasen mieterweise bewohnte und von ihnen als Gastwirtschaft genutzte Gut Neubau, Roermonderstraße, versteigert.“ 
(Hier muss man wissen, dass es in Forsterheide, also in der Nähe von Horbach, ebenfalls ein Gut Bau gibt, deshalb der Zusatz Gut Neu Bau für den Hof in Pannesheide)

1845 wird gemeldet, dass das in Pannesheide an der Roermonder Straße gelegene Gut Neubau immer noch von den Geschwistern Vaessen bewohnt wird. Der Eigentümer M. J. Behrens aus Heinsberg möchte es am 15. 03. 1845 über den Notar Corneli aus Herzogenrath über sechs Jahre meistbietend neu verpachten. Über den weiteren Verlauf wissen wir nichts.

1885 kommt dann eine Meldung, dass ein sogenannter Carl Beckers, Wirt in Pannesheide, auf Gut Neu Bau, ist. Er ist der Stellvertreter des Schiedsmanns Franz Pelzer.
Diese Meldung ist ungewöhnlich, weil im Folgenden immer wieder der Wirt Carl Beckers  in Verbindung mit der Gastwirtschaft „Grenzhof“ genannt wird. 
Es gibt auch ein Bild einer Postkarte, das klar das Gebäude „Grenzhof“ in Pannesheide zeigt; dort steht die Angabe „Restaurant Carl Beckers“.

Postkarte Sammlung HV Kohlscheid

Vermutlich war nach 1885 Schluss mit der Wirtschaft auf Gut Bau.


*P07    Krauthausen, Montanabar, Roermonder Straße 374, Bar  * erste gefundene Erwähnung: 1893 Wirt Gerhard Krauthausen. Nennungen im Adressbuch: 1950 Josef  Krauthausen , 1957 Schillings Liselotte, 1968 Kropp Johannes, 1968 Altwasser Gertrud, 1975 Kropp Anna, weitere Wirte ????. Ab ??? Montana Bar mit Discothek, ab ??? Montana Bar mit ausschließlich Rotlicht Kennung


Lage der Wirtschaft

Am Ende der Roermonder Straße also am Eingang zu Pannesheide, gegenüber dem alten Hof Vest liegt das Gebäude. Ob die Familie Krauthausen das Gebäude errichtete ist nicht bekannt. Die verkehrsgünstige Lage war auch im Krieg ausschlaggebend für einen Standort der Wehrmacht. Hier war die Spezialeinheit - die Minenleger und das Minenlager.

Montana Bar, Pannesheide, Foto: 2024, E. Hallmann

Krauthausen
Außer den Meldungen in den Listen der Steuerzahler von 1894 und 1899 gibt es nur eine Information zu der Wirtschaft Krauthausen.
13. Mai1893,  Karl Krauthausen, 7 Jahre alt, Sohn des Wirtes Gerhard Krauthausen aus Pannesheide, wird gegen 19 Uhr auf dem eigenen Hof von einem umstürzenden schweren Fenstergespann erschlagen. Der Schmied Gerhard Werker aus Wiilsberg findet das tote Kind. Dr. Beck stellt den Totenschein aus.
Im Adressbuch von 1950 wird Josef Krauthausen unter Gaststätten mit Roermonder Straße 374 aufgeführt.
Kropp
1957 ist Lieselotte Schillings eingetragen, 1968 gibt es zwei Eintragungen: Johannes Kropp und Gertrud Altwasser.
Die beiden Nennungen lassen vermuten, dass die Wirtschaft in das Eigentum von Joannes Kropp gekommen ist.
In den Adressbüchern von 1975 und 1980 ist Anna Kropp eingetragen
Bei Google findet man 2020 die Montana Bar, Roermonder Straße 374
Natürlich weiß niemand von den alten Pannesheidern etwas zu diesem Etablissement zu sagen. An die Discothek, die ab Ende der 1960er Jahre an den Wochenenden angeboten wurde,  konnten sich doch einige erinnern.
Gegenüber liegt der Hof Vest mit seinem großen Innenhof. Der Eigentümer Winfried Kerres erinnert eine außergewöhnliche Genehmigung. Anfang der 1970er Jahre gestattete er dem Fahrer eines „dicken“ Autos auf dem Hof, also von der Straße aus unsichtbar, zu parken.
Es blieb ihm nicht verborgen, dass zu bestimmten Zeiten immer gut gekleidete Frauen mit einem Kleinbus ankamen.
Ansonsten gibt es nichts Auffälliges zu „berichten“, jedoch waren die Informanten sicher, dass die Bar von einem „Holländer“ geführt wird.

Montanabar, Pannesheide, Foto: 2024, E. Hallmann

Letzte Meldung

Im Internet ist am 29.6.2026 zu finden:

Montana Bar, Herzogenrath

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"Montana Bar bietet eine angenehme Atmosphäre mit gutem Essen und freundlichem Personal, was zu einem wiederholten Besuch einlädt."

Und dann der Hinweis:

Dauerhaft geschlossen

Und auf einer weiteren Seite:







 


Vorscheid

*KO23 Schroiff, Südstraße 87, Resrtauration (Gasthaus, Südstraße 87, Wirt: 1906 Adam Schroiff, 1953 Hans Schroiff; Gaststätte Franken: 1964 Antionette Franken, 1985 Herschenröder Hildegard, ???  Eheleute S. und J. Klibisch, ???  Josef Martinelli ?? ; umgebaut als Wohnhaus)

Bericht von Hans-Willi Schroiff:

 „Restauration Hans Schroiff“ - Südstraße 87
Ich wurde am 8. Mai 1952 in Bardenberg als erstes Kind der Eheleute Hans und Thea Schroiff geboren. Meine Eltern führten in der Südstraße 87 in Kohlscheid eine Kohlscheider Traditions-Gaststätte - die „Restauration Schroiff“.


EH:  Einige Informationen zu Adam Schroiff, dem Gründer der Restauration:
1908: Der Bürgermeister beantragt für den gelernten Eisengießer und seit zwei Jahren als Wirt  tätigen Adam Schroiff, (*3.3.1851) die Verleihung der Rot-Kreuz-Medaille.
Schroiff war 1896 Mitbegründer und ist jetzt Kolonnenführer der Sanitätskolonne. Schroiff wurde 1883 Mitglied des Kohlscheider Kriegsvereins, dessen stellv. Vorsitzender er seit Jahren ist. Die Ehrung wird in den nächsten Jahren immer wieder beantragt.
1909:  Der Bürgermeister schlägt den Rendanten Joseph Beckers. 52 und den Gastwirt Adam Schroiff für eine Ehrung mit dem „Erinnerungszeichen für Verdienste um das Feuerlöschwesen" vor. Beckers ist der eigentliche Gründer (04.03.1903) der Wehr. Als Oberbrandmeister mühte er sich unermüdlich um die Ausgestaltung und die Ausbildung der Wehrmannschaften. Auch Schroiff gehört der Wehr seit ihrer Gründung an; er ist stellvertretender Brandmeister und Führer der Steigerabteilung. Außerdem gehört Schroiff seit ihrem Bestehen der Sanitätskolonne an und ist deren Kolonnenführer. (AKo I47)
Zu Adam Schroiff und Gießerei:


*KO03 Zum - ???  Aufm Kank, Forstheider Straße 62, Schankwirtschaft     

*KO04 Urban, Südstraße 139, Schankwirtschaft 

*KO05 Classen,  Südstraße141, Gastwirtschaft   

*KO30 Hauptschule Kircheichstraße 60  Saal    

Rumpen Berensberg

*RB01 Ejene Bouw, Rumpener Straße 39, Restaurant  

*RB02 Bindels, Rumpener Straße 115, Gastwirtschaft  

*RB03 Havenith, Berensberg 16, Gastwirtschaft  

*RB04 Paulinenwäldchen, Zum blauen Stein 35, Restaurant  

*RB05 Kessels, Berensberger Straße 10, Gastwirtschaft  

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