Gastgewerbe in Kohlscheid Sammlung 4

 EHEMALIGE u HEUTIGE GASTSTÄTTEN, WIRTSCHAFTEN etc. in KOHLSCHEID

Die Sammlung ist im Aufbau

Zusammengestellt von Erich Hallmann letzte Aktualisierung: 10. Februar 2026


Abbbildungen entstammen, soweit nicht anders angegeben, der Sammlung E. Hallmann oder werden mit Zustimmung der Urheber verwandt. Sollte ich versehentlich die Rechte Dritter an einem Bild übersehen haben, bitte ich um Nachricht über Kontakt.
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einige zum Thema passende Aufsätze, Erläuterungen, Anmerkungen

zu den einzelnen Gaststätten:

Standorte und dort angesiedelte Gaststätten

Ortsgruppe einfach anklicken                                                                                                letzte Aktualisierung: 01.08..2026

Kohlscheid Friedrich-, Josef-Lambertz-, Kircheich-, Zellerstraße

KO21 KoHo Friedrichstraße 2, Gastwirtschaft  
Kä03  Bilgerquelle, Josef-Lambertz-Straße 48, Schankwirtschaft
Kä04  Nikolausgrill Josef-Lambertz-Straße 43, Imbiss        
Kä01  Kronen Eck, Kircheichstraße 85, Schankwirtschaft  
Kä05  Schwimmbad Cafe, Zellerstraße, Cafe     

Kämpchen, Roland

Kä06  Sommer, Friedensstraße 27,  Imbiss Schankwirtschaft
Kä09  Koch, Kämpchenstraße 6, Gastwirtschaft
Kä10  Beißmann, Niemöller Straße 1, Imbiss    
Kä11  Dohmen, ?,  Imbiss            
KÄ15 Decker, Niemöllerstraße 20, Imbiss        
Kä12  Restauration Roland, Rolndstraße 125 / 131 Schankwirtschaft
Kä14  La Galette, Rolandstraße 41, Bar             
  

Kohlscheid Kaiser-, Roermonder-, Industriestraße

KO22 Preuth, Kaiserstraße 26, Schankwirtschaft      
W09 Disco, Roermonder Straße7, Disco    
W05 Feldschlösschen, Roermonder Straße174 Gastwirtschaft
W06 MC Donalds. Roermonder Straße194, Restaurant        
W10  Kaisergarten, Industriestraße 2, China Restaurant                      
Beschreibungen der Gaststätten

Weitere Informationen sind in Vorbereitung.
Wenn Sie zu einem Lokal Geschichten, Bilder oder etwas anderes beitragen können, bitte unter Kontakte melden.
Danke

Kohlscheid Friedrich-, Josef-Lambertz-, Kircheich-, Zellerstraße

*KO21 KoHo Friedrichstraße 2, Gastwirtschaft  

*Kä03  Bilgerquelle, Josef-Lambertz-Straße 48, Schankwirtschaft  

*Kä04  Nikolausgrill Josef-Lambertz-Straße 43, Imbiss  

*Kä01  Kronen Eck, Kircheichstraße 85, Schankwirtschaft  

*Kä05  Schwimmbad Cafe, Zellerstraße, Cafe  


  Kämpchen, Roland

*Kä06  Sommer, Friedensstraße 27,  Imbiss Schankwirtschaft  


*Kä08  Remy)  Kesseles 82  (heute Südstraße 226), Gastwirtschaft, Wirte: 1877 – 1903 Joseph Remy sen., 1903 - ? Josef Remy jun., F. Remy ? - ? , Margarethe Remy ? - ?,  Albert Remy ? - ?, Hannelore Neitzel ? - 1989, Ferry Vijgen 1992 - 1997, Brüder Guido u Georg Wirtz 1997 - ?,  ? Lemmermann ? – derzeit. In den Adressbüchern: 1927 Remy F Gastwirt, 1927 und 1950 Margarethe Remy, 1957, 1962 und 1975 Albert Remy

Erstellt Juli 2026
Zur Abgrenzung:
In der Südstraße, alte Hausnummer Vorscheid  84, neue Nummer 139, gab es eine  Wirtschaft, die 1901 ein Carl Remy übernahm. 1908 übernahm diese Wirtschaft der Stellmacher Simon Barth.
Carl Remy saß 1913 in der Südstraße, neue Nummer 4. In diesem Haus wurde am 1.12.1913 die  „Spar  und Darlehenskassenverein e.G.m.u.H. Kohlscheid” gegründet. Ein  Gründungsmitglieder ist der Geschäftsinhaber Carl Remy. Seine Funktion wird als Rendant bezeichnet.
Ob er verwandt ist mit dem Josef Remy aus der Restauration in Keßeles ist nicht bekannt.
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Lage / Situation
Die Gaststätte Remy liegt „an der Grube Kämpchen in der Ortschaft Kesseles“,  am Schnittpunkt Ende Südstraße. Links geht es nach Würselen, rechts und geradeaus nach  Kämpchen.
Der Standort wird 1894 noch Keßeles 82 genannt.
1903 wurden in Kesseles 535 Einwohner gezählt.
1897    In Kesseles brennt es beim Gastwirt Josef Remy; der Schaden wird von der Versicherung mit 1.350,00 Mark vergütet. (Altakten Kohlscheid 1-150)
Gegenüber der Restauration gehörte der Familie Remy eine große Wiese. Am Rand verlief ein Fußweg auf dieser Wiese, von der Südstraße bis nach Roland. Für diesen Weg zahlte Remy Grundsteuern. 1886 beantragte Remy die Aufhebung dieses Fußweges. Der Gemeinderat lehnte ab, weil selbst eine nur teilweise Unterdrückung „des uralten Weges” für die Bewohner eine Härte darstellt.
1904 wiederholte Remy den Antrag. Erst 1907 beschließt der Gemeinderat nach einem erneuten Antrag die Aufhebung des Weges.
Zur Wasserversorgung gibt es eine Meldung vom August 1904:
Weil sie bei Trockenheit und im Winter nur bedingt über Wasser verfügen. bitten alle Bewohner von Kesseles und 26 von Roland die Gemeinde um Verlängerung der Wasserleitung. beginnend an der Arbeiterkolonie”. Ihnen ist auch mit "Grubenwasser" geholfen. Weiterhin wünschen sie "eine Beleuchtung ihrer Wohnplätze”.
Vor der Existenz dieser Wasserleitung muss das Wasser aus einem Brunnen gekommen sein. Ich konnte nicht herausfinden, wo in der Nähe der Gaststätte ein Brunnen war. Wer hat Informationen? Bitte melden.

Restauration J.Remy; Foto: Aufnahmedatum unbekannt, Sammlung Karl Remy

Wirtsleute Remy
Für Joseph Remy wird 1877 der Erlaubnisschein  zum Betrieb einer Gastwirtschaft ausgestellt.

© Foto E Hallmann, Sammlung Karl Remy

Die Restauration Remy, Joseph, Keßeles 82, muss sehr gut „gelaufen“ sein. In der Liste der angefallenen Steuern bei einem zu versteuerndem Einkommen über 6000 Mark,  wurde sie 1894 mit Steuern in Höhe von 1300 Mark an Platz 1 von 13 aufgeführt.
1884 wird Joseph Remy in einer Kirchenakte als Mitglied des Kirchenvorstands aufgeführt.
Dort wird er als Ackerer und Wirt bezeichnet.
Wie lange er auch landwirtschaftlich tätig war, ist nicht bekannt, aber 1914 wird er noch in der Liste der landwirtschaftlichen Betriebe unter  Südstraße 226 aufgeführt. (nicht zu verwechseln mit Peter Remy, der Gut Mühlenbach gepachtet hatte)
1903 übernimmt im Januar Josef Remy jun. die bisher von seinem Vater Joseph geführte Gaststätte. Die Konzession wird am 12.06.1903 erteilt.
Die Vermutung liegt nahe, dass Josef Remy jun., wie alle Wirte, sehr umtriebig war, also „seine Finger“ in vielen Angelegenheiten hatte.
So war es selbstverständlich, dass er 1915 seinen Heuvorrat der Heeresverwaltung für die Militärpferde meldete.  Oder, 1927 und 1929 war er bei den Zylinderschützen (Schützengesellschaft 1908 Kohlscheid) der Scheibenkönig.
Im Laufe der Zeit wurde die Gaststätte innerhalb der Familie noch dreimal übergeben.
Im Adressbuch 1927 wird aufgeführt: F. Remy, Gastwirt,
1950 erscheint Remy, Margarethe im Adressbuch.
1957, 1962 und 1975 finden wir Albert Remy im Adressbuch.
Bedeutung der Wirtschaft für Kämpchen
Reges Vereinsleben
Viele Vereine wurden im Lokal gegründet und hatten dort ihr Vereinslokal.
So z.B. die 1906 gegründeten St. Martinus-Flobertschützen-Gesellschaft Kohlscheid-Süd
Oder im Januar  1933 hat der Brieftaubenverein  „Treu zur Heimat, Kohlscheid-Süd” hat dort seine Vereinsausstellung.
Das Lokal erfüllte selbstverständlich auch die Funktion Treffpunkt für die Kämpchener zu sein
Herbert Topa gibt uns den typischen Bericht eines Stammgastes: 
Ende der 60er Jahre habe ich mit dem Fahrlehrer Dovermann und Metzger Willi Mahr zusammen abends ein, zwei Bier bei Remy getrunken.
Ich musste ja nach einem schweren Tag „die Post wegbringen“. Nach drei vier Wochen hatte  meine Frau mich erkannt: „du musst die Post nicht wegbringen, geh du mit den Jungs ein Bier trinken“ . Das war unser kleiner Freiraum. Wir arbeiteten 12 Stunden zusammen. Jeder von uns musste früh wieder raus und so war das beschränkt auf ein, zwei Stündchen.
Nach dem Umzug in den Wiesengrund war Remy zu weit, da bin ich nach Kiesling gegangen. Da war dann die alte Garde, die schon immer dort seit  langem verkehrte. Hans Müller, den kannte ich ja, weil auch Frisör, hatte mich in diese Gesellschaft eingeführt.
Kein Fest wurde ausgelassen
Bereits 1889 wurde intensiv an allen Fastnachstagen gefeiert; jedoch war Maskierten an allen Tagen der Zutritt nicht gestattet.
In der Zeitung wurde im Juli 1904 gemeldet: „Auf der Wiese von Remy in Vorscheid war ein Radfahrerfest, das leider unter dem regnerischen Wetter litt. 
Die Wiese
Die Fußballfreunde in Kohlscheid wissen um die Bedeutung der Wiese gegenüber der Gaststätte.
Ab Januar 1914 war die Wiese der neue Fußballplatz für den KBC.
 Im Juni 1914 schloss sich der KBC dem Westdeutschen Spielverband an. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges nahm der KBC an 25 Spielen teil, die er alle gewann.
1919 gab es neu in Kohlscheid den „Kohlscheider Spielverein 1919„Union”. Die Union spielte zuerst auf einer Wiese südlich vom Straßenbahndepot. Als der KBC die Wiese von Remy verlies, übernahm die Union den Platz.
1927 wollte der KSV, auf der Wiese von Remy spielen. Doch das klappte nicht. Auch das Bemühen, im Raum Oststraße/Hoheneichstraße eine Wiese zu erhalten, klappte nicht. Wir wissen dass auf dem Platz unten in der Nordstraße jahrelang gespielt wurde.
Die Wiese war also bei den Fußballern sehr begehrt, das lässt auf einen geraden Platz ohne „Hubbeln“ schließen.
Kirmes
Immer gab es den Versuch die Kohlscheider Kirmes nachzuahmen, Für Klinkheide wurde es nicht genehmigt. In Bank gab es auf dem Platz vor dem Pfarrheim 2 Jahre die Bemühung.
In Kämpchen auf der Remy Wiese drei Jahre lang.
Bau Hochhaus
Vermutlich waren die glückliche Lage und die Größe der Wiese der Grund für den Bau eines großen Wohnhauses. Wann und wie es entstanden ist, wissen wir nicht. Ob sich aus den Reihen der neuen Mieter auch neue Gäste für die Wirtschaft rekrutieren ließen, wissen wir auch nicht.

Foto: E Hallmann


Wirte
Albert Remy verpachtete die Wirtschaft an Hannelore Neitzel Wir wissen leider nicht, ab wann und bis wann genau sie die Wirtin war.
Eine Anzeige fanden wir in unserem Bilderarchiv.

© Foto E Hallmann

Sie präsentierte sich in der Festschrift des KBC von 1983:
Die gemütliche Gaststätte für Tag und Feierabend, Hannelore Neitzel, für kleine und größere festliche Anlässe stehen 3 Gesellschaftsräume zur Verfügung,….Bitburger Pils, König Pilsener, Hannen Alt,….  Seit 1936 Vereinslokal der Siedlergemeinschaft Kohlscheid Süd
In der Festschrift der Narrenzunft, 50 Jahre, von 1985:
Remy  Neitzel Hannelore   Die gemütliche Gaststätte für Tag und Feierabend;  für kleine und größere festliche Anlässe stehen 3 Gesellschaftsräume zur Verfügung
Natürlich verstand auch sie das Geschäft mit den Vereinen. So waren zum Beispiel der Obst- und Gartenbauverein und der Kohlscheider Turnverein "Einigkeit" monatlich im Jahr zu Versammlungen im Lokal.

© Foto E Hallmann

Der Eigentümer wechselt
Ja, und dann kam die Zeit, dass Hannelore Neitzel nicht mehr so arbeiten konnte, wie sie wollte. Sie konnte nicht mehr Frittieren. Durch einen großen Riss im Kamin war der Dunstabzug nicht mehr gewährleitet.
Der Eigentümer Remy wollte nicht in eine umfassende Sanierung investieren und verkaufte 1990 das Haus an den Bauunternehmer Klaus Barth. Die Anbindung an die Gastronomie hatte der durch die „Frittenbude“ seiner Frau in der Kämpchenstraße.
Ferry Vijgen  Der Wirt von 1992 bis 1997.
Er hatte großen Anteil an der Gestaltung und damit am Um- und Ausbau der Gastwirtschaft.
Ferry Vijgen war ein besonderer Wirt. Heute noch schwärmen ehemalige Gäste von diesem sympathisch auftretenden Menschen. Er war in hohem Masse den Gästen zugewandt und arbeitete sehr phantasievoll.
Lesen Sie seine Anzeige in der Festschrift des KBC von 1996:

© Foto E Hallmann

Ferry Vijgen erzählt
Im März 2026 hatte ich die Gelegenheit einiges von ihm persönlich zu erfahren.
EH: Wie sind Sie nach Deutschland gekommen? Sind Sie ganz gezielt beruflich oder sogar wegen der Gaststätte gekommen?
Ferry Vijgen:
Ich war in Holland zu Hause beschäftigt. Nach Deutschland gekommen bin ich durch meine Frau, die in Kämpchen Dornkaul wohnte, oben an der Ecke bei Bauer Sturm, deshalb bin ich nach Deutschland gekommen. Danach war in Aachen beschäftigt. 
In Aachen hatte ich eine Stelle im Außendienst beim Zeitungsverlag. Ich war als junger Mann der einzige unter all den älteren Herren.
Ich verkaufte Anzeigen für die Aachener Volkszeitung. Ich war 24 oder 25 Jahre alt.
Deutsch habe ich zu Hause und in der Schule gelernt und ich konnte schnell Deutsch lernen so wie andere Sprachen auch, wie Englisch, Italienisch, Französisch. Zum Beispiel konnte ich auch ganz schnell das Öcher Platt sprechen.
Es ist jetzt so, dass ich sehr viel zu tun hatte und wir viele Aufträge hatten, aber irgendwann wurde es langweilig.  Aber ich traf dann immer viele Unternehmer, unter anderem auch den Jacobi vom Biergroßhandel  Marder. Sein Bruder hatte die Gaststätte in Laurensberg, Haus Linde.
Ich komme ja selber aus der Gastronomie.  Meine Geschwister, also meine Familie, wir haben jetzt noch in Holland, ein Hotel in Heerlen und außerdem noch Gastronomie.
In Haus Linde hörte ich, dass die Wirtschaft Remy in Kohlscheid, leer steht. Viele Jahre wurde die Wirtschaft von Remy selbst geführt. Danach führte Hannelore Neitzel lange Jahre die Wirtschaft.
Die Wirtschaft am Markt Alt Bayern wurde von der Sparkasse umgebaut. Nachdem der Vertrag von Hannelore Neitzel bei Remy ausgelaufen war, eröffnete 1990 Hannelore Neitzel die Wirtschaft am Markt.
Remy hatte das Haus Remy an den Bauunternehmer Klaus Barth (Kämpchen, Imbissstube) verkauft. Klaus Barth hat die Wohnungen und den Fußboden in der Wirtschaft umgebaut, bzw. renoviert.
Klaus Barth fand keinen Wirt, denn die Wirtschaft hatte eine altbackene Anmutung. Glückliche Fügung war, dass Klaus Barth auch in Haus Linde verkehrte.  Der Wirt von Haus Linde, ein guter Freund von mir, auch heute noch, brachte uns zusammen. Er wusste, dass ich mit Gastronomie vertraut bin. So kam es, dass wir einen Pachtvertag über fünf Jahre abschlossen. 
Zuerst habe ich neun Monate lang renoviert.
Mit meiner Familie zusammen habe ich viele Gedanken und Ideen gesammelt. Ich habe bei den Leuten aus den Vereinen Vorstellungen und Wünsche abgefragt. Dann haben wir im Familienkreis ein Konzept gemacht. Die Finanzierung stand. Im Herbst 1992 habe ich eröffnet. Vorher habe ich aber bei den Vereinen und wichtigen einflussreichen  Personen  für mein Konzept geworben.
Dann gab es noch die Entscheidung zur Benennung der Kneipe. Ich wollte den Namen Remy beibehalten und das habe ich mit dem alten Herrn Remy noch besprochen. Und er hatte mir mit Freude genehmigt, dieses Haus nach wie vor oder diese Wirtschaft nach wie vor unter dem Namen Remy zu führen.
Für die Gaststätte waren es 70 Sitzplätze und im Saal 80 Sitzplätze. Insgesamt hatten wir Platz für ca. 200 Leute, denn im Keller gab es noch Stehtische. An der Theke konnten bis zu 20 Leute stehen bzw. Platz nehmen.
Dann haben wir die Eröffnung geplant. Wir haben also eine Woche vorher auf einem Plakat bekannt gegeben:  „Am nächsten Samstag eröffnen wir, alle sind willkommen“.
Die Gäste wussten nicht, dass alles kostenlos war. Um 18 Uhr haben wir die Tür geöffnet. Um 18:45 Uhr war die Polizei bereits da. Sie hatte einen Teil der Südstraße abgesperrt.
Um halb elf morgens haben wir Frühshoppen gemacht, so wie das auch früher war.
Ab Mittag hatten wir Mittagstisch bis abends. Wir hatten selbstverständlich einen Koch und Bedienung. Ich hatte fast jeden Tag vier bis fünf Mitarbeiter beschäftigt.
Innerhalb von drei Monaten baute sich das Geschäft enorm aus. Wir hatten ein sehr gutes Geschäft samstags abends, sonntags abends. Fast alle Kohlscheider kamen. Gegen Mittag kamen die Unternehmer, Bauunternehmer, Handwerker.
Letztendlich war bei uns im Haus Remy der gleiche Stil, dieselbe Gelegenheit, dieselbe Machart, dasselbe Publikum wie in Haus Linde beim Sockel.
Wir waren von vornherein im Austausch. Wir machten Muscheln zusammen, wir machten Spargel zusammen. Wir hatten fast dieselbe Karte. Wir hatten auch dieselbe Biersorte, nämlich König Pilsener.
Meine Stärke war aber, dass ich auch Beerdigungskaffee machen konnte. Ich hatte Verbindungen mit den Bestattern aufgenommen.
Das Ganze baute sich auf: Wir hatten Hochzeiten, Kinderkommunionen, Feiern jeder Art. Irgendwie hatte sich herumgesprochen, dass das man bei uns gut feiern konnte und vor allem, dass man auch ein gutes Buffet bzw. gutes Essen bekam.
Die Gäste kamen nicht nur aus Kämpchen und Kohlscheid, nein wir hatten Stammgäste ortsübergreifend, z.B. aus Aachen, Bardenberg, Würselen und sogar aus Alsdorf.
Wir haben fünf Jahre lang ein hervorragendes Geschäft gehabt.
Irgendwann im Urlaub haben wir beide, meine Frau und ich, gesagt, wir sind immer nur am Arbeiten. Wir müssen irgendwie auch sehen, dass wir mal etwas für uns haben. Und deshalb habe ich den Pachtvertrag nicht verlängert.
Zusammenfassung von E. Hallmann:
 Durch Zufall hatte der Niederländer Ferry Vijgen aufgrund seiner Kompetenz, die er im Familienverband erworben hatte, Lust darauf bekommen, diese Gaststätte Remy zu eröffnen. Er hatte ein gutes Konzept entwickelt, das funktionierte, weil er vorher mit vielen einflussreichen Menschen aus den Vereinen gesprochen hatte. Und das alles funktionierte. Sein Konzept funktionierte, weil er eine vernünftige, gute Küche anbot und ein qualitativ hochwertiges Bier. Nicht zuletzt war seine höfliche, den Menschen zugewandte Art mit verantwortlich für den enormen Erfolg.
Aber nach fünf Jahren erkannte er, dass sein Leben auf der Strecke blieb.
Wie ging es weiter?
In den fünf Jahren hatte Haus Remy einen derartig guten Ruf, der schwer zu halten war.
Guido Wirtz und sein Bruder Georg übernahmen, aber sie wechselten nach ca. einem Jahr in die Gaststätte Bosten, Horbach.
Und danach wurde aus dem Haus Remy wieder mal ein anderes Lokal unter einem neuen Wirt und Namen.  Der Nachfolger war der Fußballspieler von Alemannia, Stephan Lämmermann. Die Wirtschaft nannte sich nun „Bei Lämmi“
Leider haben wir hierzu keine Daten und Geschichten. Wer kann weiterhelfen?

*Kä09  Koch, Kämpchenstraße 6, Gastwirtschaft  

*Kä10  Beißmann, Niemöller Straße 1, Imbiss  

*Kä11  Dohmen, ?,  Imbiss  

*KÄ15 Decker, Niemöllerstraße 20, Imbiss    

*Kä12  Restauration Roland, Rolandstraße 125 / 131  Schankwirtschaft  

*Kä14  La Galette, Rolandstraße 41, Bar      

 Kohlscheid Kaiser-, Roermonder-, Industriestraße

*KO22 Preuth, Kaiserstraße 26, Schankwirtschaft  

*W10  Kaisergarten, Industriestraße 2, China Restaurant  


*W07  Casino Laurweg, Kaiserstraße 101, Restaurant ( Repräsentationlokal des EBV, Kaiserstraße 101, nur zeitweise der Öffentlichkeit zugänglich; in Betrieb von 1896 bis 2004; Wirte und Geschäftsführer: 1905 Eheleute Klein, 1930 Geschwister Beckers, 1950 „Ökonom“ Josef Herzog, 1968 Heinz Koppelkamp, 1979 Eheleute Willi u Rosemarie Schöder, 2003 Pächter: Michael Herff   

https://geschichtsfreunde-kohlscheid.de/casino-laurweg/ 


*W09 Disco, Roermonder Straße7, Disco      

*W05 Feldschlösschen, Roermonder Straße174 Gastwirtschaft  

*W06 MC Donalds. Roermonder Straße194, Restaurant    


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