Gastgewerbe in Kohlscheid



Einleitung

Ein spannendes Thema
Bisher (2025) ist eine Liste von allen Lokalitäten, die in Kohlscheid jemals existierten oder heute noch Bestand haben, entstanden.
Nun möchte ich so viele Geschichten wie möglich zu Gasthäusern im weitesten Sinne zusammentragen.

Vom Brauhaus zum Gasthaus

Ein erster Aspekt –
Bereits 1593 wurden zur Steigerung der Leistung den Bergleuten in den „Erbkuhlen“ neben dem Lohn auch Kohlen für den Hausbrand geliefert und bei ihrer Arbeit reichlich Dünnbier gegeben.
Unser Kundiger von alten Urkunden und Akten, Andreas Pampa,  bestätigt, dass es in Pannesheide und Umgebung reichlich sogenannte „Pannhäuser“  gab. So wird unter 1721 zu dem Pannhaus in Schönau geschrieben und wir wissen, dass es in Laurensberg neben der Kirche auch ein Pannhaus gab. Wir Kohlscheider kennen natürlich das Pannhaus an der Pannesheider Straße.
Dr. Wilhelm Gierlichs, der Verfasser des wichtigen Buches über die Bockreiter  berichtet, dass ab 1709 das Heydener Gericht, das zuerst in Bank und dann länger als 130 Jahre in Horbach tagte, vorübergehend seinen Sitz im Pannesheider Brau- und Wirtshaus „Zum Stegel" auch "Stiegel'* genannt, hatte.
Brauen und Brennen war nichts Außergewöhnliches. Das zeigt ein Verkaufsangebot von 1822: „Zu verkaufen ist ein der Kohlscheider Kirche gegenüberliegendes neues Haus mit Scheuer, Stallung,  Backhaus und Brunnen, dass sich zum Brauen, Brennen, Backen und zu jedem weiteren Gewerbe eignet.“
Zitat aus dem Straßenspiegel, herausgegeben 1988 vom Heimatverein Kohlscheid:
„An der Straßeneinmündung Südstraße/Annastraße liegt 1822 das "neue Brauhaus", etwa dort, wo bis vor wenigen Jahren die Tankstelle Horbach war. 1830 ist hier die Gießerei des Belgiers Malessa (siehe: Annastraße).
Bis vor wenigen Jahren gab es auf dem Grundstück Einerhand ("Eenerhands Tringche", Südstraße 148) noch einen Brunnen, der ein beträchtliches Alter hatte. Der "Pötz" war an die 20 m tief und lieferte gutes Wasser. Zwei Eimer Wasser, sie wurden durch einen Eisenring auf Abstand gehalten, waren eine "Faat Pötz". Im Herbst 1944 war der Brunnen auch für die Bewohner der weiteren Umgebung bedeutsam; ihm entnahm man nach Ausfall der Wasserleitung über viele Monate das lebenswichtige Wasser.“
In der Nähe eines Brauhauses – eines „Pannes“ musste immer ein Brunnen mit gutem Waser sein.
Der Transport von Gebrautem wurde wegen der wachsenden Produktion immer aufwändiger und war je nach Jahreszeit immer schon unterschiedlich schwierig. Was lag näher als am Ort des Geschehens das Bier bereits zu „kosten“.
In heutiger Zeit nennen sich viele Gasthäuser und Lokale immer noch mit dem Hauptnamen Brauhaus und einem Beinamen.

Gemälde und Käufer

Ein anderer wichtiger Gesichtspunkt
Für viele Maler und ihre zahlenden Käufer war das Motiv des Gasthauses schon vor einigen Jahrhunderten sehr beliebt. In Museen und im Internet gibt es viele zeitgemäße Gemälde mit Szenen aus Wirtshäusern.
2012 ging ich durch die Ausstellung "Cornelius Bega – Eleganz und raue Sitten"  im Museum in Aachen. Bega erzählte  im 17. Jhdt. mit seinen Bildern Geschichten des damaligen Lebens in den Niederanden. Die Wirtshausszenen betrachteten die Besucher und auch ich mit größtem Interesse.
War das früher bei uns auch so? Ausgelassene Trinkgelage und ungehemmte Spielereien von Männern und Frauen?

Bei Wikipedia findet man zum Beispiel Bilder mit Szenen aus Wirtshäusern, gemalt Mitte des 17. Jhdt. von Jan Steen.

„Lockere Gesellschaft“, Jan Steen (um 1678/79), Öl auf Eichenholz, Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin — Bild (Reproduktion): Wikimedia Commons, Datei: Jan_Steen_(12)Lockere_Gesellschaft.JPG. Lizenz: Public domain. (Quelle: Wikimedia Commons).“ https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9a/Jan_Steen_%2812%29Lockere_Gesellschaft.JPG

War das in den Wirtshäusern alter Zeiten in Kohlscheid auch so? 

Da konnte ich nur spekulieren.  Ich fing an zu suchen -  Ob ich fündig wurde? Wir werden sehen.

In der „alten“ Zeit  gab es zwei sehr wichtige Gaststätten in Pannesheide. Die eine war die Gaststätte von Martinus Vaessen und seiner Frau Anna Maria Kuckelkorn auf Gut Bau (heute Hof Vest) die andere die Gaststätte am Stiegel.  Auf Gut Bau wurden rechtliche Veranstaltungen, wie Versteigerungen oder Vertragsunterzeichnung vorgenommen.  

Am Pannhaus am Stiegel gab es einmal eine besondere Geschichte mit Mord und Willkür.
Und  - auf dem Köhlerhof, am Markt, hier versammelten sich in der Gaststätte gewichtige Leute und gründeten den Kirchbauverein.

Grundsätzlich war das Gastgewerbe in Kohlscheid nicht anders als in anderen Orten. Aber es gibt trotzdem einige Besonderheiten,  auf die ich in den Berichten zu den einzelnen Lokalen  eingehen werde.
Insgesamt haben wir Informationen von über 80 Gaststätten im weitesten Sinne gesammelt. Darunter zählen wir 3 Hotels, 11 Restaurants und Gaststätten höheren Niveaus, 28 Gaststätten die alle oder zumindest viele Funktionen erfüllten, 19 Wirtschaften, Schenk- und Schankwirtschaften, die mehr oder weniger  nur dem Zweck der Alkoholverteilung dienten, 13 Imbissstuben und 6 Sonstige.
Damit gibt es über das Gastgewerbe in Kohlscheid  einiges zu erzählen.

Aufruf

Was wir zu den alten Zeiten fanden, haben wir zum großen Teil verarbeitet. Im Vergleich zur Neuzeit ist das viel.
Wir bitten Sie, uns ihr Wissen und Fotos für kommende Kapitel und einzelnen Lokalen aus den letzten zig Jahren mitzuteilen. Wir werden das dann für kommende Generationen einbauen.


 Einführung in das Thema

Gaststätten gehören seit Jahrhunderten fest zum Alltag in Kohlscheid. Sie waren nie nur Orte, an denen gegessen und getrunken wurde. Sie waren Treffpunkte, Nachrichtenbörsen, Vereinsheime, Veranstaltungsorte und nicht selten auch Ersatz für fehlende öffentliche Räume.
In einer bergbaulich und handwerklich geprägten Gemeinde wie Kohlscheid hatten Wirtshäuser eine besondere soziale Bedeutung. Hier trafen sich Bergleute nach der Schicht, Vereine hielten ihre Versammlungen ab, Familien feierten ihre Feste, Reisende fanden Unterkunft, und politische wie kirchliche Entwicklungen spiegelten sich im Alltag der Lokale wider.
Die Geschichte der Gastronomie in Kohlscheid ist daher immer auch eine Sozial-, Wirtschafts- und Ordnungsgeschichte. Sie erzählt von Arbeit und Freizeit, von Genuss und Maßlosigkeit, von Kontrolle und Freiheit, von Gemeinschaft und Konflikt.

Die schlimmen Folgen der „Sauferei“

Sauferei, Ordnung und Gegenmaßnahmen

Der Ausschank von Bier, Wein und Branntwein gehörte seit Jahrhunderten selbstverständlich zum Alltag der Gaststätten in Kohlscheid. Gleichzeitig war der übermäßige Alkoholkonsum ein dauerhaftes Problem – für die Betroffenen selbst, für ihre Familien und für die öffentliche Ordnung. Quellen aus verschiedenen Jahrhunderten zeigen, dass „Sauferei“ nicht nur geduldet, sondern immer wieder auch bekämpft wurde.
Bereits im 16. und 17. Jahrhundert sind Vorfälle überliefert, bei denen Alkohol eine zentrale Rolle spielte. Für das Jahr 1636 wird berichtet, dass zwei Soldaten der Maastrichter Garnison in einer Rumpener Gaststätte in Streit gerieten und einer von ihnen erschossen wurde. Solche Ereignisse waren seltene, aber drastische Beispiele für die Gefahren unkontrollierten Alkoholkonsums.
Auch aus dem 19. Jahrhundert liegen konkrete Berichte vor. 1894 starb ein Mann an der Pumper Mühle, nachdem er nach dem Besuch eines Wirtshauses „sturzbesoffen“ in die Wurm gefallen und ertrunken war. Solche Fälle machten deutlich, dass Alkoholmissbrauch nicht nur ein moralisches, sondern auch ein handfestes Sicherheitsproblem darstellte.


Bier als Nahrung und Arbeitsmittel
Gleichzeitig hatte Alkohol – insbesondere Bier – lange Zeit eine ganz andere Funktion. Ende des 16. Jahrhunderts galt Bier als gesünder als Wasser aus stehenden Gewässern oder aus Stollen ohne ausreichende Frischwasserversorgung. Aus diesem Grund erhielten Bergleute zusätzlich zu ihrem Lohn Dünnbier. Es sollte die Leistungsfähigkeit steigern und Krankheiten vorbeugen. Das benötigte Bier wurde in regionalen Brauereien hergestellt.
Im 18. Jahrhundert ging man noch weiter: Bergleute erhielten sogenanntes „Biergeld“, und für besonders schwere Arbeiten belohnte der Steiger sie sogar mit einem Schnaps. Alkohol war damit fest in den Arbeitsalltag eingebunden.

Der Kampf gegen den Branntwein im 19. Jahrhundert
Erst im 19. Jahrhundert wuchs das Problembewusstsein deutlich. Der Bergassessor Carl Hilt sah es um 1860 als seine Aufgabe an, die Bergleute vom Trinken abzuhalten. Alkohol war im Betrieb verboten, was dazu führte, dass viele Arbeiter nach Schichtende direkt ins Wirtshaus gingen – häufig auf nüchternen Magen.
Die gesundheitlichen Folgen blieben nicht aus, ebenso wenig die sozialen Probleme in den Familien. Um gegenzusteuern, führte Hilt eine bis dahin ungewöhnliche Maßnahme ein: Die ausfahrenden Bergleute erhielten kostenlos 0,33 Liter Kaffee und ein Weißbrötchen, den sogenannten „Krömel“. Zusätzlich wurde Abstinenz finanziell belohnt.

aus Aufsatz von Josef Aretz: Carl Hilt erfindet den Krömel

„Der übermäßige Branntweingenuss der Bergleute bereitete Carl Hilt große Sorgen. Im Betrieb durfte kein Alkohol getrunken werden. So bildete sich die Unsitte heraus, dass nach Beendigung der Schicht der erste Weg die Bergleute ins Wirtshaus führte. Jüngere Arbeiter folgten ihren älteren Kameraden gern und hielten wacker mit beim Zechen auf leerem Magen. Gesundheitliche Schäden blieben nicht aus. Außerdem schädigten diese Wirthausbesuche die Familien der Bergleute und gefährdeten sie in ihrer Existenz. So verfügte Hilt, dass auf allen Gruben der Vereinigungsgesellschaft die ausfahrenden Bergleute 0,33 Liter Kaffee und ein Weißbrötchen unentgeltlich erhielten. Hierbei handelt es sich um den auch heute noch  bekannten und einst so beliebten „Krömel“, den nicht wenige Bergleute für ihre Kinder mit nach Hause nahmen. Konnte ein Arbeiter am Ende eines Monats bei gutem Gewissen schriftlich erklären, dass er sich während des verstrichenen Monats des Branntweingenusses gänzlich enthalten habe, erhielt er zur Belohnung 1 Mark bar ausgezahlt. Dem Vernehmen nach sollen sich etwa 60 Prozent der Arbeiter des Alkohols enthalten haben und die Umsätze in den Kneipen in Grubennähe um 50 Prozent gesunken sein.“

Die Obrigkeit kennt die Bedeutung der Gaststätten

Die Gemeindeverwaltung und übergeordnete Behörden erkannten früh, dass Gaststätten Orte mit großem Einfluss auf das öffentliche Leben waren. Entsprechend wurden sie streng reguliert. Spielverbote, zeitliche Ausschankbeschränkungen, Alkoholverbote während der Gottesdienste oder spezielle Vorschriften für Kinder und Jugendliche sollten Ordnung, Moral und Arbeitsdisziplin sichern.

Gaststätten waren in Kohlscheid seit jeher Orte der Begegnung, aber auch potenzielle Brennpunkte für Unruhe, Streit und Regelverstöße. Entsprechend früh griff die Obrigkeit regulierend ein. Ziel war es, die öffentliche Ordnung zu sichern, wirtschaftliche Schäden zu vermeiden und sittliche Maßstäbe durchzusetzen.

Entsprechend wurden sie streng reguliert. Spielverbote, zeitliche Ausschankbeschränkungen, Alkoholverbote während der Gottesdienste oder spezielle Vorschriften für Kinder und Jugendliche sollten Ordnung, Moral und Arbeitsdisziplin sichern.

Spiel- Trink- und Zeitverbote

Bereits im 18. Jahrhundert existierten konkrete Vorschriften für das Verhalten in Wirtshäusern. Eine Notiz aus dem Jahr 1745 zeigt, wie detailliert die Eingriffe waren:
„Der Vogt von Heyden verbietet das Karten-, Rüssel- und Kegelspiel, weil dabei viel Geld verloren geht und zu allerlei Ungebühr Anlass gegeben wird. Ebenso ist das Bier- und Branntweinverzapfen nach 21.00 Uhr und während der Gottesdienste verboten.“

Verboten wurde nicht nur der Alkoholkonsum zu bestimmten Zeiten, sondern auch Glücks- und Geschicklichkeitsspiele, die als Ursache für Schulden, Streit und Arbeitsversäumnisse galten. 
Besonders das sogenannte Rüsselspiel stand im Fokus der Behörden.
Der Name leitet sich vermutlich von einem Trinkhorn oder einem Würfelbecher („Rüssel“) ab. „Rüsseln“ bedeutete in vielen Gegenden würfeln, zechen oder zocken. Das Rüsselspiel war im 17. und 18. Jahrhundert ein verbreitetes Glücksspiel, meist ein Würfelspiel, bei dem um Geld oder Bier gespielt wurde. Aus Sicht der Obrigkeit förderte es Trunksucht, Verschuldung und Unruhe und wurde daher verboten.
Ein Verbot allein genügte nicht. Deshalb wurden die für das Gemeindeamt tätigen Beamten – Gerichtsbote, Förster und Feldboten – angewiesen, insbesondere nachts Kontrollen durchzuführen. Um sich durchzusetzen, konnten sie den sogenannten „Kapitän“ und die Schützen hinzuziehen. Die Einhaltung der Vorschriften wurde also aktiv überwacht.
Die Wirte wurden in die Pflicht genommen, und auffällige Trinker landeten sogar auf offiziellen „Säuferlisten“. Gaststätten waren damit nicht nur Orte der Geselligkeit, sondern auch Gegenstand staatlicher Überwachung.
Was war die Säuferliste?

Im Amtsblatt des RP AC von August 1841 gibt es folgende Anweisung:

„Weil betrunkene Personen ihrer Sinne nicht mehr mächtig sind, auf den Straßen umher taumeln, zu Exzessen Anlass geben und sogar Unfälle herbeiführen können, dürfen Gast- oder Schenkwirte etc., wenn sie sich nicht strafbar machen wollen, Angetrunkenen keine geistigen Getränke mehr ausschenken.
Schulpflichtigen Kindern ist der Besuch von Gaststätten sowie von Tanzveranstaltungen untersagt.
Auch wenn die begleitenden Eltern oder Angehörigen es ausdrücklich verlangen, dürfen schulpflichtigen Kindern keine geistigen Getränke verabfolgt werden.“

Schutz der Öffentlichkeit und der Jugend

Vom Ausschankverbot zum Rauchverbot
Die Regulierung der Gaststätten setzte sich bis in die Gegenwart fort. Während früher Alkohol, Spiele und Öffnungszeiten im Mittelpunkt standen, rückten später neue Themen in den Fokus. 
Im 19. Jahrhundert verschärften sich die Regelungen weiter. Eine Anweisung aus dem Amtsblatt des Regierungspräsidenten Aachen vom August 1841 macht deutlich, dass der Schutz der Allgemeinheit im Vordergrund stand:

„Weil betrunkene Personen ihrer Sinne nicht mehr mächtig sind, auf den Straßen umher taumeln, zu Exzessen Anlass geben und sogar Unfälle herbeiführen können, dürfen Gast- oder Schenkwirte (…) Angetrunkenen keine geistigen Getränke mehr ausschenken.“

Darüber hinaus wurde der Jugendschutz ausdrücklich geregelt. Schulpflichtigen Kindern war der Besuch von Gaststätten und Tanzveranstaltungen untersagt. Auch auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern durften ihnen keine geistigen Getränke verabreicht werden.

Und zu guter Letzt Das Rauchverbot seit  2008
Seit dem 1. Januar 2008 gilt in Deutschland – mit landesspezifischen Ausnahmen – ein umfassendes Rauchverbot in Gaststätten. Auch dieses Verbot steht in einer langen Tradition staatlicher Eingriffe zum Schutz der Gesundheit und der Öffentlichkeit.

Ordnung in besonderen Lagen
In Krisenzeiten griff die Obrigkeit besonders stark ein. Während des Bergarbeiterstreiks im Februar 1900 mussten die Wirtschaften im Streikgebiet bereits um 18:00 Uhr schließen, um Rangeleien und Prügeleien vorzubeugen.
Dass es trotz aller Vorschriften immer wieder zu Problemen kam, zeigt eine Meldung vom 7. Juli 1921. Das nächtliche Treiben auf dem Markt führte zu Beschwerden der Anwohner wegen Johlen und Schreien. Eine Trinkhalle wurde aufgebrochen, und ein Bürger, der eingreifen wollte, wurde von einem Polizisten misshandelt, der die Lage falsch einschätzte. Der Bericht macht deutlich, wie schnell Ordnung, Kontrolle und Eskalation ineinander greifen konnten.

Gaststätten als kommunale Ressource und Steuerquelle
Neben Kontrolle nutzte die Gemeinde die Wirtshäuser auch ganz praktisch. Säle dienten als Unterkünfte für Soldaten, Schulklassen oder Flüchtlinge.
Meldung vom Mai 1919:  
Als Gegenleistung erhalten die Wirte von der Gemeinde festgelegte Zahlungen

Veranstaltungen brachten Steuereinnahmen, etwa durch die Lustbarkeitssteuer auf Tanzveranstaltungen. Die Gastronomie war damit Teil der kommunalen Infrastruktur und ein wirtschaftlicher Faktor, der über den reinen Ausschank hinausging.
Als Beispiel hier die Tarife 1920:
200 Mark für die erste Tanzveranstaltung im Kalenderjahr, 400 Mark für die zweite,600 Mark für jede weitere. Bei Veranstaltungen nach 24 Uhr verdreifachten sich die Sätze. Maskenbälle wurden pauschal mit 900 Mark besteuert.
Damit zeigt sich, dass Geselligkeit und Vergnügen aus Sicht der Gemeinde auch eine fiskalische Dimension hatten.
Zitat KI: Die Hyperinflation, in der eine Mark buchstäblich nichts mehr wert war und Brot Millionen Mark kostete, erreichte ihren Höhepunkt erst im November 1923.

Vom Steuerzettel zur digitalen Kontrolle
Die Erfassung der Einnahmen aus Gaststätten bereitete den Behörden stets Schwierigkeiten. Dieses Problem reicht bis in die Gegenwart. Seit Dezember 2024 sind gastronomische Betriebe verpflichtet, ihre elektronischen Kassensysteme mit zertifizierter Technischer Sicherheitseinrichtung (TSE) beim Finanzamt zu melden. Ziel ist es, Steuerbetrug zu verhindern und die Transparenz zu erhöhen.

Konzessionen, Bedürfnisprüfung und Umgehungsversuche

Der Betrieb einer Gast- oder Schenkwirtschaft war in Kohlscheid zu keiner Zeit eine Selbstverständlichkeit. Zum Ausschank alkoholischer Getränke benötigten Wirte eine behördliche Konzession, die nur auf Antrag und nach sorgfältiger Prüfung erteilt wurde. Maßgeblich war dabei stets die Frage, ob für eine weitere Wirtschaft ein „öffentliches Bedürfnis“ bestand.
Diese Bedürfnisprüfung führte dazu, dass viele Anträge abgelehnt wurden – selbst dann, wenn der Antragsteller bereits ein Haus besaß oder Nachbarn ebenfalls eine Wirtschaft betrieben.

Konzession für Josef Remy von 1877, Original - Eigentum Sammlung Remy

„Kein Bedürfnis vorhanden“

Zahlreiche Beispiele aus den Akten zeigen, wie restriktiv die Behörden vorgingen:1896 wird Mathias Joseph Oerlings aus Roland die Konzession für eine Wirtschaft in seinem Haus verweigert. Begründung: Es bestehe kein Bedürfnis.1902 werden die Anträge von Adam Schroiff und Johann Josef Rocks abgelehnt. Auch der anschließende Antrag von Theodor Bischoff aus Vorscheid scheitert, obwohl seine geplante Wirtschaft in unmittelbarer Nähe liegt.1905 erhält Nikolaus Gibbels (Weststraße 177) keine Konzession, da sich in der Nähe bereits die Wirtschaften Rehahn und Krichel befinden.1906 wird sogar die Errichtung eines Kiosks zwischen zwei bestehenden Gaststätten an der Roermonder Straße abgelehnt – wiederum wegen fehlenden Bedarfs.Die Behörden achteten genau auf das Verhältnis von Einwohnerzahl zu Anzahl der Wirtschaften. Selbst Entfernungen von wenigen hundert Metern galten als ausreichender Grund, einen Antrag abzulehnen.

Gast- oder Schankwirtschaft – ein Unterschied
Nicht jede Konzession war gleich. Unterschieden wurde zwischen:Gastwirtschaften (mit Bewirtung und oft Beherbergung),Schenkwirtschaften (hauptsächlich Ausschank),sowie Kleinhandlungen mit Branntwein.1901 durfte Peter Josef Bischoff seine bestehende Gastwirtschaft ausdrücklich nicht in eine Schankwirtschaft umwandeln, da es in Kohlscheid bereits mehr Schankwirtschaften als Gastwirtschaften gab. Auch hier zeigt sich der steuernde Eingriff der Verwaltung in die lokale Struktur.

Umgehungsversuche: Bierclubs und „Schnapskasinos“
Nicht alle wollten sich mit Ablehnungen abfinden. Eine besonders kreative, aber kurzlebige Umgehung entstand 1896 mit den sogenannten Bierclubs
Diese Episode zeigt anschaulich, wie groß der Bedarf – und gleichzeitig die Kontrolle – im Gaststättengewerbe war.
Eine der ausgefallensten Ideen war im November 1896 die Gründung von Bierclubs.
Nicht nur in Kohlscheid, auch in Würselen und Weiden gibt es .„Bierclubs’“ und „Schnapskasinos“, die nur an „Vereinsmitglieder” Getränke ausgeben. Cornely aus Würselen beliefert sie, ohne sich um Konzessionen zu kümmern. Auch in Rumpen wurde ein Lokal errichtet, hier kam es aber noch nicht zum Ausschank.Gerichtliches Vorgehen unter Berufung auf § 147,1 der Gewerbeordnung führte zu keinem Erfolg.In der Gemeinde Pannesheide ergriff  man dann die Initiative und setzte die Polizei in Bewegung. Sie löste die drei Bierkasinos ohne Probleme auf. Beim Nadler Gerhard Paffen tagt die „Biergesellschaft Eintracht, Kohlscheid”, bei Cornel Bücken ist die ,Biergesellschaft Eintracht. Vorscheid” zu Hause, bei Leonard Simons ist das Lokal der „Biergesellschaft Gemütlichkeit. Roland”.Sie stellen einen Raum zur Verfügung und bieten Alkoholika an. In diesen Räumen liegen Hefte aus, in die sich die „Vereinsmitglieder“ eintragen können. Die Pseudovereine haben weder Satzung noch Vorstand.Weil auf eine schriftliche Aufforderung des Bürgermeisters von Broich die Lokale innerhalb von zwei Tagen zu schließen, nicht reagiert wurde, erschienen am 02.11.1896 in den Lokalen der Gemeindevorsteher und Beigeordnete Göbbels, der Gendarm Watzki und die Polizeidiener Plum und Mütter. Sie zeichneten das Inventar auf und versprachen von einer zwangsweisen Aufhebung des Lokals abzusehen, wenn innerhalb von wenigen Tagen alles entfernt wird. Der Einsatz führte zum Erfolg, die Lokale schlossen.Allerdings entfernten die Betreiber nicht die Einrichtung. Das besorgten dann vorgestern die beiden Polizeidiener und der Fußgendarm zwangsweise.Beschlagnahmt wurden: bei Leonard Simons in Roland sechs Fässchen mit insgesamt 173 Liter  Bier, eine Stechpumpe und 54 Gläser, bei Gerhard Paffen vier Fässchen mit insgesamt ca. 100 Liter Bier, eine Stechpumpe und acht Gläser. bei Cornel Bücken in Vorscheid drei Fässchen mit insgesamt ca. 72 l Bier, eine Stechpumpe und 48 Gläser. Vom beschlagnahmten Bier wird, weil es keine Interessenten gibt, nur eine geringe Menge öffentlich verkauft; der Bierbrauer Cornely aus Würselen erhält die Fässer zurück. Gegen die Betreiber Bücken, Paffen und Simons eingeleitete Strafverfahren führen bei der Revision am 26.03.1897 zu einer Verurteilung; jeder wird mit einer Buße von 20 Mark, ersatzweise vier Tage Haft belegt.

Prüfungen
Das Ordnungsamt kontrolliert in Gaststätten die Einhaltung von Vorschriften aus verschiedenen Bereichen, darunter der Jugendschutz, Nichtraucherschutz, Brandschutz und die Sicherheit sowie der Schutz öffentlicher Flächen.
Hygienevorschriften und die Lebensmittelsicherheit werden primär von der Gesundheitsbehörde bzw. dem Lebensmittelüberwachungsamt geprüft, wozu auch die Mitarbeiterschulungen gehören. Bei Verstößen können Verwarnungen, Bußgelder, das Sicherstellen von Gegenständen oder sogar vorübergehende Schließungen die Folge sein.
Der Lebensmittelkontrolleur prüft, ob Sie alle vorgeschriebenen notwendigen Vorkehrungen und Maßnahmen treffen, um gesundheitlich unbedenkliche und genießbare Lebensmittel zu gewährleisten. Dazu besucht er die Wirte in Ihren Betriebsräumen – unangekündigt.

Einfluss äußerer Mächte

Gaststätten unter Einfluss der Besatzungsmacht (1919–1920)
Besonders deutlich wurde die politische Bedeutung der Gaststätten während der Besatzungszeiten.
Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs gerieten die Kohlscheider Gaststätten unter einen völlig neuen Einfluss. Die französische Besatzungsmacht betrachtete sie als sensible Orte des öffentlichen Lebens – als Treffpunkte, Informationsorte und potenzielle Ausgangspunkte von Unruhe.
Versammlungen, Veranstaltungen und sogar der Alkoholausschank unterlagen strengen Vorgaben. Gaststätten wurden zu Orten, an denen politische Kontrolle, Überwachung und Alltag unmittelbar aufeinandertrafen.

Alltag unter Besatzung
Auch kulturelle Veranstaltungen litten unter den Einschränkungen. 1920 wurde der Ball der Bühnengesellschaft am Karnevalssonntag nur unter Auflagen erlaubt. Maskierung und Kostümierung waren verboten, und zeitgenössische Berichte sprechen von gedrückter Stimmung.
Gleichzeitig nutzte die Besatzungsmacht Gaststätten gezielt zur Beeinflussung der Öffentlichkeit: In Lokalen und bei Friseuren wurden französische Zeitschriften ausgelegt – ein frühes Mittel kultureller Präsenz.

Um die Zeit ein wenig mehr zu verstehen sind folgende Meldungen hilfreich:


„Im Februar 1919 beschwert sich der Ortskommandant Meyer vom 2. Bataillon des 168. Infanterie-Regiments beim Kohlscheider Bürgermeister, dass er Tag für Tag eine übertriebene Anzahl von Gesuchen zur Genehmigung von Veranstaltungen erhält. Künftig ist jedes Gesuch vom Bürgermeister zu beurteilen und zu begründen. Genehmigte Versammlungen und Vorstellungen hat die Gemeindepolizei zu überwachen, ungenehmigte Veranstaltungen zu verhindern. Nach jeder Veranstaltung hat die Polizei einen vertraulichen Bericht an die Besatzungs-Kommandantur zu senden. Bei politischen, gewerkschaftlichen und beruflichen Versammlungen ist zu bescheinigen, dass die Instruktionen des Kreiskommandanten verlesen und ausschließlich Punkte der Tagesordnung behandelt wurden;  Zwischenfälle,  Beginn und Ende der Veranstaltung sind aufzuführen. Wird eine nicht genehmigte Veranstaltung durchgeführt, hat die Ortspolizei den Versammlungsleiter und den Eigentümer des Lokals zu verhaften. Gibt es keinen Versammlungsleiter oder kein Lokal, sind zwei von den zuwiderhandelnden Personen zu verhaften und dem Kommandanten vorzuführen. Ende Februar 1919:„ Alle Restaurationen sind unverzüglich zu schließen. Verwaltungsgebäude dürfen nur in Ruhe betreten werden.  Auch sie sind mit einer neutralen Zone von 50 m im Quadrat umgeben. Kirchen sind wie Verwaltungsgebäude zu behandeln; es darf nicht gepredigt werden. Bahnhöfe und Straßenbahnhaltestellen sind wie öffentliche Gebäude zu behandeln. Der Austritt aus dem Bahnhof muss in Gruppen erfolgen mit einem Abstand von 2—10 m von Gruppe zu Gruppe.
Französische Infanterie, Kavallerie und Artillerie werden für Ordnung sorgen.
Arbeiter, die arbeiten wollen, können dies jetzt schon in Ruhe tun.
Mai 1919 Ausgang ist nun von 4 bis 23 Uhr. Gaststätten schließen um 23 Uhr. In den Geschäften und in den Gaststätten dürfen während der Öffnungszeiten wieder Alkoholika verkauft bzw. ausgeschenkt werden.“
15. Februar 1920„Karnevalssonntag hat die Bühnengesellschaft einen Ball. Maskierung und Kostümierung wurden durch die Besatzung verboten. Auch die Ungunst der Zeit lässt die frühere Stimmung nicht mehr aufkommen. (Bühnengesellschaft Kohlscheid)

Aufgabe, Zweck und Vielfalt der Gaststätten

Im Kern erfüllt eine Gaststätte stets mehrere Funktionen zugleich: Ausschank, Bewirtung, Treffpunkt und Versammlungsort. Sie war/ist Heimat für Stammtische, Raum für Feiern, Bühne für Vereine und nicht selten Ort für rechtliche oder wirtschaftliche Geschäfte. Die Ausstattung reicht vom einfachen Schankraum bis zum großen Saal mit Bühne, Kegelbahn oder Festwiese.

typisches Männertreiben in der Kneipe; Foto: Flohmarktfund

Gaststätten waren Orte für Freundeskreise, Stammtische, Unternehmer, Arbeiter, Rentner und Vereine – mit oder ohne Verabredung.
Sie waren soziale Knotenpunkte des Alltags.

Vielfalt, Wandel und Bedeutung
Die Geschichte der Kohlscheider Gastronomie zeigt eine große Vielfalt an Betriebsformen, Angeboten und Standorten. Sie reicht von kleinen Schankwirtschaften über Gasthöfe und Hotels bis hin zu Kiosken und Trinkhallen. Gleichzeitig verdeutlicht sie den Wandel: steigende Regulierung, verändertes Freizeitverhalten, der Rückgang klassischer Kneipen und die Ablösung vieler Funktionen durch vereinseigene Heime.

Räume für Alltag und Besonderes
Neben dem täglichen Zusammensein boten Gaststätten Raum für:
  • Frühschoppen und Abendtreffen
  • Familienfeiern (Hochzeiten, Kommunionen, Geburtstage)
  • Beerdigungskaffee
  • Vereins- und politische Versammlungen
Der bekannte Ausspruch eines Wirts bringt es auf den Punkt: „Mein Lokal ist nicht nur eine Wirtschaft – es ist Heimat.“

Gestaltung und Ausprägungen
Je nach Größe und Anspruch unterschieden sich die Lokale deutlich:
  • einfache Schenkwirtschaften mit Theke und Tischen
  • Gastwirtschaften mit abgetrennten Sälen
  • größere Häuser mit Kegelbahn, Festsaal oder Festwiese
  • Hotels und Gasthöfe mit Zimmer zum Übernachten, teilweise auch mit Frühstück.
Außergewöhnlich war auch die Trinkhalle auf dem Markt in den 1920er Jahren mit dem Betreiber Pöttgens. Heute gibt es eine Teestube in der Weststraße.
Vielleicht für Kohlscheid sehr wichtig, waren die kleinen Geschäfte wie Schenkwirtschaften, Imbissgeschäfte und sonstige Möglichkeiten, den Bedarf an Getränken und Essen außer Haus zu decken.
Schon Ovid unterschied zwischen: cultus – feine Lebensart und rusticitas – bäuerliches Wesen.  Diese Gegensätze spiegelten sich auch in der Kohlscheider Gaststättenlandschaft wider.

Unterhaltung und Anziehungskraft
 Die Wirte unternahmen Vieles um die Gäste ins Lokal zu locken.
Es gab auf Wikipedia auch ein Bild aus alten Zeiten mit einer Kegelbahn, die draußen aufgebaut war. Leider habe ich das nicht mehr gefunden. (Wer hier helfen kann, bitte melden) Das Bild belegte, dass Kegeln einer der großen Anziehungspunkte war, um in die Kneipe zu gehen. Ob in alter Zeit eine solche Kegelbahn bei uns existierte, wissen wir nicht. Aber in der Zeit um die Jahrhundertwende, 1900, investierten viele Wirte in eine überdachte Kegelbahn.
Im Gastraum gab es Tische und Stühle für Karten- und Würfelspiele.
Das Lokal war Übungsort für Dart, Billard, Im Laufe der Jahre kamen dann  Flipper, Kicker, Glückspielautomat, Musikbox und weiteres hinzu. Ein Zigarettenapparat fehlte nirgendwo.
In manchen Sälen wurden auch andere Sportarten wie Ringen, Boxen, Judo,Turnen trainiert. Viele Lokale waren der Gründungsort für Sport- und andere Vereine.
Vor dem Krieg gab es Wettbewerbe in den einzelnen  Sportarten wie Kegeln, Ringen, Boxen und nach dem Krieg Billardturnier, Skatturnier.
Ein besonders kurioses Beispiel stammt aus dem Jahr 1932:
So veranstaltete 1932 im Januar ein Kohlscheider Wirt ein Preis-Puttesessen. Erstaunlich viele nahmen an der Veranstaltung teil, bei der jeder 0,375 kg Puttes (Blutwurst) verspeisen musste. Ein Bergmann aus dem Ledigenheim siegte mit der Zeit von 1 Minute, 23 Sekunden. Er gewann einen Schinken.
Selbstverständlich waren auch im Lokal oder auf dem Saal die Chorproben und die Proben für ein Theaterstück.
Und an der Ausrichtung von Konzerten, Theaterabenden, Tanzabenden und Bällen sind Wirte in hohem Maße beteiligt.
So gab es ab Mitte der 1920er Jahre Ostermontag, an den Kirmestagen, Weihnachten und am Jahreswechsel und bei jeder sich bietenden Gelegenheit in vielen Gaststätten Konzerte und Tanzveranstaltungen. Von einem Ball oder Galaball war sogar die Rede.
In manchen Gaststätten konnte man bis in die 1980er Jahre am Wochenende  die regelmäßigen Tanzveranstaltungen besuchen. Musikkapellen sorgten am Wochenende für die gewünschte Atmosphäre.
In den ersten Nachkriegszeiten waren Kaninchen- Geflügel, Singvogel und Goldfisch-  Ausstellungen eine für die Wirte schöne Art den Kindern eine Wirtschaft von innen zu zeigen.

Wer lieferte Ware und Eis, was wurde getrunken?
Bis zum Krieg bestellte der Wirt das Bier bei der Brauerei. Wegen der Risiken beim Transport wurden nur regionale Biere angeboten. Geliefert wurde immer im Fass. Oft und lange noch per speziellem Pferdefuhrwerk.
Bis zum Aufkommen der gekühlten Zapfanlage musste der Wirt je nach Jahreszeit das Bier mit gekauftem Eis kühlen.
Im 19. Jahrhundert kühlten die Wirte im Raum Aachen ihre Bierfässer mit Natureis. Vermutlich wurde dieses Eis im Winter aus Teichen, Mühlgewässern und ruhigen Flussabschnitten – etwa an der Wurm – gesägt und in Eiskellern gelagert. Erst gegen Ende des Jahrhunderts verdrängten technische Kältemaschinen diese Form der Kühlung allmählich.  Mechanische Kältemaschinen (z. B. nach dem Linde-System) wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt und allmählich in Großbrauereien eingeführt.
Für uns gibt es die offenen Fragen: Wo kauften die Kohlscheider Wirte Eis zum Kühlen der Fässer. Bis wie lange gab es den Vertrieb? Wer lieferte und wie und wo wurde das Eis hergestellt?
Die sogenannten Bierverlage  bestimmten den Markt nach dem Krieg. Die Brauereien teilten die Gebiete ein. Durch Renovierungskredite banden sie die Wirte auf Jahre hinaus, nur ihre Produkte zu verkaufen und bei dem entsprechenden Bierverlag abzunehmen.
Entsprechend wurde die Gaststätte außen und innen mit der typischen Werbung versehen. Selbst die Bierdeckel trugen den Namen und das Signe der Biermarke.
Schnäpse und Weine bestellten die Wirte bei dem Vertreter eines Großhandels. Hier ist Nagel & Hoffbaur aus Aachen zu nennen.
Für Limonaden etc. war bis 19?? die Coca Cola aus Kohlscheid, danach aus ??? der Lieferant. (Wer weiß Antworten dazu?)

Standorte

Wie bei jedem Unternehmen ist die Wahl des Standortes von großer Bedeutung.
Typische Merkmale für Schankwirtschaften sind die Nähe zu einer Kirche, einer Grube oder fast immer an einem Platz.
Jedenfalls musste das Lokal einfach zu erreichen sein für Stammkunden aber auch für Laufkundschaft.
In früheren Zeiten war die Abstellmöglichkeit für das Pferd wichtig. Wenn möglich an einem mit Kraut und Gras bewachsenem Wegesaum, wo das Pferd etwas zum „Naschen“ fand und mit seiner gesamten Länge außerhalb des Weges Platz fand.
Für die Anlieferung der Fässer muss genügend Platz zur Verfügung stehen.

Folgende Wirtschaften sind auf Ecke gebaut: Grenzhof, Krichel, Hotel Zur Flotte, Alt Bayern, Dreieck,  Kohlscheider Hof. Alle haben eine auf der Ecke eingepasste Türe. "Do ka me jot erefalle" Da kann man von allen Seiten gut reingehen.
Der Standort der Wirtshäuser war seinerseits bestimmend für eine andere "Lokalität".
So artikuliert 1899 der Kirchenvorstand den schon lange gehegten Wunsch, die bei der Fronleichnamsprozession zurückzulegenden Strecke zu teilen und trifft damit den Wunsch von Pfarrer Merscheim:
„Derzeit dauert die Prozession vier Stunden und berührt selbst die entlegensten Orte der Pfarre. Unterwegs sind sieben Altäre aufgebaut, an denen der sakramentale Segen erteilt wird. Sie stehen in der Nähe von Wirtshäusern, die von den Teilnehmern wegen des langen Weges und vor allem bei heißem Wetter "fleißig besucht" werden. Dieses Tun ist "unwürdig und störend".

Der Bürgermeister war mit der Teilung der Wegstrecke einverstanden und stellt einen öffentlichen Platz für den Altar zur Verfügung. Der Weg wurde so festgelegt, dass alle zwei Jahre die gesamte Strecke abwechselnd begangen werden konnte. Es gab unterwegs auch nur noch vier Altäre für den sakramentalen Segen. 

Zählungen, Verteilung und statistische Entwicklung

Die Zahl der Gaststätten in Kohlscheid war immer ein wichtiges Kriterium für Verwaltung und Konzessionierung. Regelmäßige Zählungen geben einen guten Einblick in die Entwicklung.
Frühe Bestandsaufnahmen
Laut Verwaltungsbericht
1899: 13 Gastwirtschaften laut Betriebssteuerrolle
1903: Ortskern Kohlscheid mit 2.143 Einwohnern und 8 Wirtschaften
1904: In Pannesheide 31 Gast- und Schankwirtschaften bei 7.768 Einwohnern
1908: 11 Gastwirtschaften, 23 Schenkwirtschaften, 107 Tanzgenehmigungen
Laut Adressbuch 1909: 40 Namen werden mit Beruf genannt. Z.B. eine Ackerin und Wirtin, ein Wirt und Fleischbeschauer und Kolonialwarenhändler, ein Fuhrmann und Wirt
1909 werden zusätzlich 35 Fremdenbetten in Kohlscheider Gastwirtschaften gezählt. 
Das Handels- und Gewerbeadressbuch von 1933 nennt: 2 Hotels, 4 Gasthöfe, 4 Restaurationen. Die Angaben gelten als unvollständig, da politische Gründe eine Rolle gespielt haben könnten.
Im Adressbuch 1950  sind 47 Nennungen unter der Kategorie Gaststätten aufgeführt. Allerdings ohne Heins und Merx  (Verwaltungsteil Richterich) = 49

Rückgang in der Neuzeit
Für die Städteregion Aachen zeigt sich ein deutlicher Rückgang:
2007: 428 umsatzsteuerpflichtige Schankwirtschaften
2017: 296 Schankwirtschaften (−31 %)
in Kohlscheid
2024: 5 Schankwirtschaften, 15 Imbiß-, Pizzabetriebe, Eisdielen, Barbetriebe
Auch international ist dieser Trend zu beobachten, etwa in Paris, wo klassische Bistros stark zurückgegangen sind.

Veränderungen 
1922 Wegen der hohen Preise in den Gaststätten versuchen die Vereine, in gemeindeeigenen Räumen zu tagen.
1923 Weil wegen der steigenden Kosten in den Gaststätten nicht mehr möglich, hat der Deutsche Metallarbeiterverband, Ortsgruppe Kohlscheid, seine Vorstands- und MitgliederversammIungen in der Turnhalle.

Bis vor einigen Jahren war die Ablösung der Gaststätten als Vereinsort durch vereinseigene Heime, im Gange.
Die Schützen hatten ihre eigenen "Heime" die  Arbeiter Wohlfahrt baute ihr eigenes Heim, und zuletzt baute der Kohlscheider Ballspielclubs KBC ein Vereinsheim am Stadion Oststraße.

Preisentwicklung für Bier, Wein und Schnaps (1850 bis heute)

Hier ist eine informative Liste mit Bier-, Wein- und Schnapspreisen aus dem Raum Deutschland (besonders Rheinland) – von Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute. Die Preise sind circa-Angaben pro Glas oder Flasche (je nach üblicher Ausschankform der Zeit), inflationsbereinigt kommentiert, und soweit möglich aus historischen Quellen, Zeitungsanzeigen, Gasthausrechnungen und Literatur rekonstruiert.Preisentwicklung für Bier, Wein und Schnaps (1850–heute)
Epoche🍺 Bier (0,5 l)🍷 Wein (0,2 l)🥃 Schnaps (2 cl)Bemerkung
1850–1870
Mitte 19. Jh.
~2–3 Kreuzer → ~0,10–0,15 MWein oft im Krug: ~0,20 M (Liter)~0,05 MBier war billiger als Wein. Schnaps oft selbstgebrannt.
1871–1914
Kaiserreich
10 Pfennig (0,5 l)25–50 Pfennig (0,2 l)5–10 Pfennig (2 cl)Bierkultur etabliert sich. Exportbier im Trend.
1914–1918
Erster Weltkrieg
30–60 Pfennig (Rationiert)Knapp 1 Mark (schwer zu bekommen)Kaum erhältlichAlkohol rationiert oder verstaatlicht.
1920–1923
Inflation
Anfang: 2 M → Ende: Milliarden MBillionen-Mark-BeträgeIrrealHyperinflation zerstört Preise.
1924–1939
Weimarer Republik & NS-Zeit
~30–50 Pfennig50 Pfennig – 1 RM10–20 PfennigGastwirtschaft blüht, Bierkonsum steigt.
1945–1948
Nachkrieg & Besatzungszeit
Tauschware (Zigaretten, Brot)Nicht verfügbar oder teuerSchwarzmarktZigaretten als Währung; Kneipen selten geöffnet.
1950er Jahre
Wirtschaftswunder
50 Pfennig – 1 DM1 – 1,50 DM30–50 PfennigKneipenkultur boomt, Bier ist Volksgetränk.
1970er Jahre1 – 1,50 DM2 – 3 DM1 DMErste Preissteigerungen durch Ölkrise.
1990er Jahre2 – 3 DM3 – 4,50 DM1,50 – 2,50 DMDoppelte Preise in der Gastronomie (vs. Einzelhandel).
2000er Jahre
(nach Euro-Einführung)
1,50 – 2 €2,50 – 3,50 €1,50 – 2 €Euro-Umstellung spürbar, Preisanstieg.
2020er Jahre
(heute)
3 – 4,50 €4 – 6 €2 – 3,50 €Energiepreise & MwSt. erhöhen Gastropreise stark.
Hinweise zur Tabelle:Bierpreise waren früher besonders günstig, weil Bier oft lokal gebraut und unversteuert war. Im 19. Jahrhundert war es mit Wasser vermengt oder dünn gebraut (Schankbier).Wein war im Rheinland meist Weißwein (z. B. Riesling, Silvaner). Guter Wein war teurer und oft nur in Weinstuben erhältlich.Schnaps (Korn, Obstler) war regional unterschiedlich. In ländlichen Regionen (z. B. Eifel, Mosel) war Eigenbrand üblich – Preis daher stark schwankend.1914–1948: Starke politische und wirtschaftliche Einflüsse – Preise oft staatlich reguliert, Lebensmittelkarten oder Schwarzmarktbedingungen.
Quelle: Chat GPT

Wirtsleute, Betreiber und ihre Rolle im Ort

Die Wirtsleute waren weit mehr als reine Gewerbetreibende. In Kohlscheid prägten sie das gesellschaftliche Leben, vermittelten Informationen, stellten Räume zur Verfügung und wirkten oft als lokale Autoritäten. Ihr Ansehen hing nicht allein vom wirtschaftlichen Erfolg ab, sondern auch von Verlässlichkeit, Ordnungssinn und sozialem Geschick.
Um Wirtin oder Wirt zu sein, bedarf es einer gewissen Berufung. Wirte müssen den Gästen zugetan sein. Sie müssen ihr Gäste aber auch kennen. Wer hat wann genug? Wer lässt gerne seinen Deckel liegen? Wer belästigt gerne die anderen Gäste?  Uns so weiter. Vofr allem müssen sie die vier Folgen nach Alkohol kennen. Es gibt 
Vielredner und Laller, die sonst nicht die Zähne auseinander bekommen.
Manche werden ruhig und müde
Dann gibt es die, die lästig und übergriffig werden
Und es gibt die aggressiven die brutal und gewalttätig werden.
Der Wirt muss verstehen, dass sein Lokal mehr als nur eine Lokalität ist – sein Lokal ist  Heimat, Treffpunkt, soziale Hauptschlagader.


Herkunft und sozialer Hintergrund

Wirt ist kein Lehrberuf.  Viele Wirte stammten aus Handwerker-, Bergarbeiter- oder Gastwirtsfamilien. Der Betrieb einer Gaststätte war häufig ein Familienunternehmen, in das Ehepartner, Kinder und Verwandte eingebunden waren. Einkauf, Ausschank, Küche, Reinigung und Buchführung wurden intern organisiert.
Der Weg zum Wirt erfolgte früher oft in Kombination mit Landwirtschaft oder Kolonialwarenhandel.
Wirt als Gastgeber, Schlichter und Respektsperson
Der Wirt hatte eine doppelte Rolle. Einerseits war er Gastgeber und Vertrauensperson, andererseits verantwortlich für Ordnung und Gesetzestreue. Er musste einschreiten bei Streit, Trunkenheit oder Regelverstößen – notfalls auf Anweisung der Obrigkeit.
Zeitgenössische Quellen beschreiben Wirte als: Vermittler bei Konflikten, Ansprechpartner für Vereine, Informelle Nachrichtenknotenpunkte. Nicht selten wusste der Wirt über lokale Ereignisse früher Bescheid als die Gemeindeverwaltung.


Verhältnis zur Obrigkeit

Das Verhältnis zwischen Wirtsleuten und Behörden war ambivalent. Einerseits waren Wirte auf die Konzession angewiesen und unterlagen strenger Kontrolle. Andererseits waren sie für Verwaltung und Polizei unverzichtbar.
Bei Kontrollen, Einquartierungen oder Zählungen fungierten sie als Auskunftspersonen, Quartiergeber, Meldestellen für Fremde. Verstöße gegen Ausschankzeiten, Spielverbote oder politische Versammlungen konnten jedoch schnell zu Verwarnungen oder Konzessionsentzug führen.


Wirtschaftliches Risiko und Anpassung

Der Betrieb einer Gaststätte war mit erheblichen Risiken verbunden: Abhängigkeit von Bierlieferanten, Schwankende Gästezahlen, Steuerlast und Gebühren, Krisenzeiten (Streiks, Inflation, Besatzung). 
Viele Wirte reagierten flexibel: Einrichtung von Sälen für Tanz und Versammlungen, Erweiterung um Kegelbahn oder Gartenwirtschaft, Einführung von Speisen oder Fremdenzimmern.


Frauen in der Gastwirtschaft

Frauen spielten eine zentrale, oft unterschätzte Rolle. Ehefrauen führten Küche und Kasse, übernahmen den Ausschank und traten bei Tod oder Krankheit des Mannes als selbstständige Wirtinnen auf. In Konzessionslisten tauchen regelmäßig: Witwen als Betreiberinnen, Frauen als Pächterinnen, Ehefrauen als formelle Inhaberinnen auf – besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.


Politische und gesellschaftliche Bedeutung

Gaststätten waren wichtige Orte politischer Meinungsbildung. Hier trafen sich: Arbeitervereine, Parteien, Gewerkschaften, kirchliche Gruppen. Der Wirt entschied oft, wem er seine Räume überließ. Damit nahm er indirekt Einfluss auf das politische Klima im Ort.


Die Gäste

Der Wirt darf nicht sein bester Gast sein.
Die meisten Gaststäten setzten auf ein gemischtes Publikum – Lehrlinge, Studis, Stammgäste, Arbeiter, Handwerker, Akademiker usw, die Garanten für ein gutes Geschäft sind in Kohlscheid immer die Stammgäste.
Bei jeder Gruppe steht aber die persönliche Bindung zwischen Wirt und Gästen steht im Zentrum.
Es gab früher auch die Kunden, die für zu Hause holten.

Ein Karnevalsschlager von 1963 trifft es oftmals ganz gut:

Text: Vater ist der Beste
Marschpolka   von Klaus P Urban, Günter Eilemann
Copyright 1962 by Edition Melodia Hans Gerig,
Es gibt Männer, große Männer / davon spricht die ganze Welt. / Unser Vater ist ein Kenner, / von dem keiner etwas hält. / Abends geht er, und dann steht er: / in der Wirtschaft unverzagt. / Die Verwandtschaft macht Gezeter, / die Familie aber sagt:
Refrain: Vater ist der beste Kunde im Lokal, er hält jede Nacht ‚an der Theke Wacht. /
Hat der Wirt auch viele Gäste: / Vater ist der Beste; / hat der Wirt auch viele Gäste: / Vater ist der Beste.

Es gibt schnelle, superscbnelle Männer / die Rekorde dreh’n./ Es gibt Muskelprotzgestelle, / sehr athletisch und sehr schön. / Es gibt bleiche, etwas weiche / mit und ohne blauem Blut; / es gibt reiche, dicke Scheiche, / aber keiner ist so gut: 
Refrain

Endbetrachtung

Vielfalt, Wandel und Bedeutung

Die Geschichte der Kohlscheider Gastronomie zeigt eine große Vielfalt an Betriebsformen, Angeboten und Standorten. Sie reicht von kleinen Schankwirtschaften über Gasthöfe und Hotels bis hin zu Kiosken und Trinkhallen. Gleichzeitig verdeutlicht sie den Wandel: steigende Regulierung, verändertes Freizeitverhalten, der Rückgang klassischer Kneipen und die Ablösung vieler Funktionen durch vereinseigene Heime.
Diese Einführung soll den Rahmen für eine detaillierte Betrachtung der Kohlscheider Gaststätten bilden. Sie macht deutlich, dass Gastronomie hier immer mehr war als bloßer Konsum – sie war ein zentraler Bestandteil des sozialen Lebens.


EHEMALIGE u HEUTIGE GASTSTÄTTEN, WIRTSCHAFTEN etc. in KOHLSCHEID

Hier geht es zu den Sammlungen

Sammlung 1

Kohlscheid Markt

Kohlscheid Nordstraße / Oststraße

Bank

Pannesheide

Vorscheid

Rumpen Berensberg


Sammlung 2 

Kohlscheid Südstraße

Kohlscheid Weststraße

Klinkheide

Kohlscheid Friedrich- Josef-Lambertz-, Kircheich-, Zellerstraße

Kämpchen Roland

Kohlscheid Kaiser-, Roermonder- Industriestraße

Aufruf

Bitte berichten Sie uns Geschichten, Anekdoten etc. zu den Gaststätten.
Kramen Sie bitte in Alben, Kartons und so weiter nach Fotos von Feiern oder Geselligkeiten in Gaststätten oder Häuser von aussen. Wir und die Kohlscheider freuen sich sehr darüber.  
Wenn Sie zu unseren Ausführungen etwas Anderes oder Besseres wissen, haben Sie keine Scheu, kontaktieren Sie uns.

Danke


Dank und Quellen 

- natürlich an Josef Aretz für die immense Arbeit die in den vier Bänden "Spuren der Vergangenheit" steckt.
- an Wilfried Bücken und Herbert Topa für die Geschichte der Entstehung der Mafia

- an den Heimatverein Kohlscheid für einige -Fotos zu diesem Bericht  
- an M
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Quellen 

- Postkartensammlung Klaus Maassen
- Informationen von Klaus Maassen, sowie Paul und Bernd Hollands
- Fotos aus der Sammlung Klaus Maassen und Erich Hallmann
- Bericht über Verwaltung und Stand der Angelegenheiten der Gemeinde Kohlscheid 1911
- Adressbücher 1905, 1909 und 1950

-Josef Aretz: Spuren der Vegangenheit

-Internet, Wikipedia etc. 

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